


20.08.07
Am 15./16./17.09.07 hatten wir Besuch von der ARD, die mit einem Filmteam vom Magazin “Brisant” über unser Projekt berichten wollten. Begleitet wurden Kameramann Gerome Steiner und Redakteur Dominik Abel von Dolly Buster und ihrer Freundin Yvonne. Dolly nahm den Dreh zum Anlass gleich mal ihren Patenhund Sasha zu besuchen, und sich ein Bild von unserem Alltag und der Arbeit mit den Tieren zu machen.
Für unsere 4 Besucher war es eine echte Herausforderung, so vielen Hunden in Freiheit zu begegnen, die natürlich neugierig waren und alle mit Anspringen und Küsschen begrüßten. Für unser Rudel war es eine sehr aufregende Angelegenheit, denn sie hatten noch nie eine Fernsehkamera gesehen. Außerdem spürten sie sehr genau, dass irgendwas anders war als sonst und sich jemand Fremdes für sie ganz intensiv interessierte. Dolly und Yvonne stellten sich der Herausforderung jedoch ohne Probleme und vor allem ohne Rücksicht auf ihre Kleidung, denn wenn erst mal 40 oder 50 Hunde an einem hochgesprungen sind, sehen Hosen T-Shirts und Blusen nicht mehr aus wie vorher......
Auch das Team von “Brisant” zeigte besondere Qualitäten im Umgang mit dem Rudel. Kameramann Gerome bewies schon bei der ersten Begegnung sehr viel Einfühlungsvermögen und Ruhe, sodass er vom Rudel trotz dieses “komischen, schwarzen Dings” auf seiner Schulter sofort akzeptiert wurde. Es dauerte nicht lange und die Hunde liebten ihn so sehr, dass es dann doch manchmal etwas schwierig wurde, ungestört zu drehen. Redakteur Dominik fand ebenfalls sofort den Draht zu den Tieren und so konnte er die Hunde auch ganz gut ablenken, damit Gerome ungestört drehen konnte. Am Donnerstag gehörten die Beiden bereits “dazu” und weder Kamera noch Mikros störten. Am Freitag dann gelang es sogar die Hunde beim Mittagsschlaf zu filmen, wobei die Beiden mitten im Rudel standen und alle um sie herum dösten. Das war sehr ungewöhnlich und zeigt, welch großes Vertrauen das Rudel in die Beiden hatte.
Sowohl Dolly wie auch Gerome und Dominik richteten sich bzgl. des Ablaufes ganz nach uns und dem was die Tiere gewohnt sind. Das empfanden wir als sehr angenehm. Sie mussten dafür manch Ungewohntes auf sich nehmen, taten das aber ohne Weiteres und halfen uns dadurch, dass die Hunde nicht zu aufgeregt waren und sich so verhielten, wie sie es immer tun. Das Rudel ist zwar Gäste/Besucher gewöhnt, aber dennoch macht es einen Unterschied, ob mal ein Gast das Rudeln anschaut und das Spielen und Toben beobachtet oder ob 4 völlig fremde Menschen mitten im Rudel einen Film drehen wollen und dabei noch “seltsame Gerätschaften” rumschleppen.
Wir bedanken uns ganz herzlich für die wahnsinnig gute Zusammenarbeit, die große Geduld und die spürbare Liebe mit der Dolly, ihre Freundin und das ARD Team hier gewohnt und gearbeitet haben. Es hat uns sehr viel Freude gemacht, wir empfanden es überhaupt nicht als stressig und waren beeindruckt von dem blinden Vertrauen, mit dem sich alle auf dieses kleine Abenteuer bei uns eingelassen haben.
Wer den Beitrag nicht sehen kann/konnte, kann bei uns eine DVD anfordern, kurze Mail genügt. Sendetermin ist KW 34


Dolly bewies sehr großes Verständnis und Einfühlungsvermögen für alle unsere Hunde und selbst zahllose Kratzer an Schulter und Rücken machten ihr nix aus. Sie kniete und hockte in mitten des Rudels und jeder bekam seine Streicheleinheiten. Sie spielte mit den Hunden, verteilte Leckerchen, schmuste und tobte begeistert mit allen. Da sie sich sehr für unsere Arbeit und den Tagesablauf interessierte, half sie auch bei der Fütterung, bei der Medikamentengabe und brachte die Hunde zusammen mit uns “ins Bett”, wenn Schlafenszeit war. Selbst das Highlight des Tages - der lange Spaziergang auf unseren Berg und ins Tal - absolvierte sie mit Bravour, obwohl es nicht einfach ist, den steinigen Berg hinaufzuwandern, wenn man sowas nicht gewöhnt ist. Dolly nahm wirklich all diese ungewohnten Strapazen und Unannehmlichkeiten kommentarlos auf sich und genoss die Tage bei unseren Tieren.


Besonders beeindruckt war Dolly von ihrem Patenkind Sasha, der trotz seiner Behinderung nicht wirklich eingeschränkt ist, immer gerne tobt, spielt und alles kann, was andere Hunde auch können. Sein sonniges Gemüt begeisterte sie und so machten wir mit Dolly und Sasha auch einen Ausflug zum Strand. Durch die Vollpatenschaft sorgen Dolly und ihr Mann Dino dafür, dass für Sasha eine optimale medinzinische Betreuung und Beobachtung finanziert werden kann. Damit sein verbliebenes Beinchen nicht frühzeitig verschleißt, bekommt er Medikamente und Spezialfutter. Daher ist er auch besonders fit und in seiner Lebensfreude nicht eingeschränkt. Er dankte es Dolly mit ausführlichem Schmusen und zeigte ihr was er alles kann.





Ihr Freundin Yvonne verliebte sich gleich in den kleinen Bruno, der immer zu ihr kam und ausgiebig mit ihr schmuste.



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