Hallöchen, wir heißen Bella und Spiki und sind Geschwister. Wir kamen im Herbst 2001 als Welpen auf die Quinta. Unsere Mutter Diana lebte damals bei einer Nachbarin, die uns nicht behalten konnte. Sie hätte uns einschläfern lassen müssen, hätten wir nicht das Glück gehabt, ein Zuhause zu finden. Unsere Mutter hat den großen Waldbrand im Jahre 2003, der auch bei uns Zuhause wütete, leider nicht überlebt.

Aber nun möchte ich, Spiki, ein bisschen was über mich erzählen. Von der Größe her bin ich hier einer der ganz Großen, aber ich muss zugeben, ich bin eine kleine Memme. Bei der kleinsten Kleinigkeit jaule ich, auch wenn es überhaupt keinen Grund dazu gibt. Leider bin ich auch noch ein Tollpatsch, so dass ich schon so manche Blessuren davongetragen habe, sowohl schlimme als auch weniger schlimme, aber da ich nun mal eine kleine Mimose bin, ist für mich alles gleichermaßen schlimm.

Wenn ich die ganzen Geschehnisse Revue passieren lasse, dann denke ich, war im letzten Jahr der Stich eines Skorpions in eines meiner Vorderbeine das schlimmste Ereignis. Ich hatte sehr starke Schmerzen und konnte lange Zeit nicht laufen. Die Schwellung war so stark, dass die Haut aufplatzte, weil sie dem immensen Druck nicht mehr standhalten konnte. Ja, ich glaube, das war das Schlimmste. Ansonsten habe ich unzählige Narben am ganzen Körper und musste schon oft genäht werden. Aber davon mal abgesehen bin ich kerngesund und fit und spiele für mein Leben gern. Ich finde es toll, wenn ich bemitleidet werde, vielleicht passiert mir deshalb immer mal wieder was… Übrigens liebe ich kleine Hunde und kleine Katzen, sie dürfen alles mit mir machen. Manchmal denke ich, ich wäre auch gerne mal ein Hundepapa, das würde mir gefallen. Dann könnte ich den ganzen Tag meine eigenen Babys ablecken und mich um sie kümmern, aber als Ersatzpapa eigne ich mich auch sehr gut.

Ich bin Bella, und der Name passt zu mir, denn ich bin eine ganz Hübsche, das habe ich schon oft gehört. Ich bin ein sehr lieber und verschmuster Hund, aber das sind alle anderen ja auch, meistens jedenfalls. Mir ist in meinem Leben noch nicht sooo viel passiert, wie meinem Bruder, aber ein schlimmes Erlebnis hatte ich auch, denn ich bin mal in eine Falle geraten, die für Wildschweine bestimmt war. Es sind Drahtschlingen, die sich automatisch zuziehen, wenn man in sie hineingerät. Solche Fallen gibt es hier leider viel. Und ich bin versehentlich mal in solch eine Falle geraten. Bei mir hat sich die Schlinge an meinem Unterleib zusammengezogen, und ich konnte mich nicht mehr befreien. Zum Glück hatte ich meine Schäferhund-Freundin Mona dabei. Sie ist ein paar Meter von mir entfernt auch in so eine Falle geraten. Aber sie hat im Gegensatz zu mir die ganze Zeit gebellt, obwohl sie die Schlinge sogar um den Hals hatte. Ich war so eingeschüchtert, dass ich keinen Ton von mir geben konnte. Aber Mona hat gebellt und gebellt, bis Johannes, Sarah und Carola zu Hilfe kamen. Als ich dann aus der Schlinge befreit war, konnte ich nicht laufen, weil meine Beine abgeschnürt waren. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich von dem Schreck und von den Schmerzen erholt hatte. Aber mittlerweile ist das vergessen, nur die zurückgebliebenen Narben erinnern noch daran. Ich spiele sehr gerne mit meinen Artgenossen, mit denen ich mich blendend verstehe, vor allem aber mit meinem großen Bruder, mit dem ich auch gerne kuschele.    

Spiki_02
Spiki_01
Bella_01
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Wir haben großes Glück gehabt und mit Karin Stoll eine ganz liebe Patin gefunden, die uns sehr großzügig unterstützt.

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