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Am 10.10.2007 besuchte ich für eine Woche die Quinta Eanna. Zum einen um unsere dort lebenden Patenhunde Ayla und Malu kennen zu lernen, die Freunde aus meinem Forum und ich übernommen hatten und zum anderen um mir ein Bild von dem dortigen Konzept über Rudelhaltung zu machen. Für eine Woche durfte ich an dem  Tagesablauf von Johannes, Jonny und Janina teilnehmen. Alle drei gehen in Ihrer Arbeit im Tierschutz auf und haben gar nicht so viele Hände wie an Arbeiten verrichtet werden müsste. Johannes kümmerte sich um die Organisation des Tagesablaufes,  widmete sich der neuen Projekte , den Gästen die auch bekocht werden und betreute in dieser Woche auch einen Jungen, der es im Leben nicht leicht hatte und mit Agressionen seine Probleme hat. Als Therapeut sicher keine leichte Aufgabe bei der neben Nervenstärke auch noch Ruhe  und massig Zeit gefragt sind. Letzteres ein wirkliches Problem denn die dortigen Tage müssten 50 Stunden haben. Dennoch bemerkenswert wie Johannes bei all seinen Arbeiten noch souverän und gelassen mit allem was von Ihm gefordert wird umgeht.

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Jonny, der schon seit Jahren fest Zur Quinta gehört hat mich tief beeindruckt. Auch sein Arbeitstag geht rund um die Uhr und neben den Tieren kümmert er sich noch um anfallende Baumaßnahmen, Futterbestellungen, Fütterung und Säuberung der Quinta. Sein sonniges Gemüt, seine gute Laune und sein Fleiß den er Tagtäglich auf’s neue bewies haben mich beeindruckt und man merkt, dass er nicht nur seine Arbeit macht sondern das er mit Leib und Seele dabei ist. Er denkt mit und hat die Augen auf. Ich denke hier in Deutschland würden sich viele einen solchen Jonny als Mitarbeiter wünschen.

Janina, die als Praktikantin und angehende Tierärztin ein Jahr auf der Quinta verbringen wird bewundere ich nicht weniger. Auch Ihr Tag ist rund um die Uhr ausgefüllt und geht wie Jonny’s Tag von morgens sieben bis die Arbeit fertig ist. Sie kümmerte sich in der Woche wo ich auf der Quinta war um Brandy und Marley. Zwei  von drei Welpen die achtlos in die Mülltonne geworfen wurden und um deren Leben sie erfolgreich kämpfte. Ein Welpchen schaffte es leider nicht. Janina zog Brandy und Marley mit der Flasche groß. Das heißt nicht nur nachts Fläschchen warm machen sondern auch das Janina zu Anfang alle drei Stunden nachts durch Ihren Wecker geweckt wurde um die zwei süßen zu versorgen und trotzdem am Tag noch alle anfallenden Arbeiten zu erledigen hatte. Sie meisterte den Tag und auch die Nacht mit den Welpen und sogar um Blue ein Katzenbaby welches angefahren wurde und liegen gelassen wurde kümmerte sie sich in dieser Zeit. Blue verlor ein Vorderbeinchen und auch er brauchte erst mal  sein warmes Milchfläschchen. Brandy, Marley und Blue schliefen bei Janina, Ihrer neuen Mamma. In der Woche als ich dort war nahmen die drei Schützlinge zum ersten mal feste Nahrung auf, dass war rührig mit anzusehen denn die drei haben es geschafft und waren somit noch Lebensfähiger geworden. Die Nächte wurden für Janina wieder zur Nacht mit Schlaf und Blue der kleine Kater durfte sich auf ein neues zu Hause bei Janina’s Bruder in Bremen freuen den ich in Düsseldorf übergab..

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Sarah , die Tochter von Johannes lernte ich als quirlige junge Frau kennen, die sich um die Vermittlungspapiere kümmert  und auch sonst alles auf der Quinta im Griff hat. Zwei Tage in der Woche kommt sie zur Quinta und kümmert sich um Medikamenteneinstellungen, um Tiere die zum Tierarzt müssen, um zu verabreichende Wurmkuren, Impfungen und widmet sich der Krallenpflege der älteren Hunde die diese nicht mehr so ablaufen. Bei 60 Hunden hat sie damit auch unglaublich viel zu bewerkstelligen. Sarah wohnt in der nahe gelegenden Stadt und betreibt mit Ihrem Freund einen Hundesalon. Keine Frage , dass auch sie drei Hunde aus dem Tierschutz zu Hause hat und Ihr Leben ganz auf Tierschutz und Tiere gerichtet ist. Auch sie übernimmt Flaschenbabys, kämpft um deren überleben, widmete sich schon unzählige Nächte für geschundene Hundewelpen und hat schon manche Kämpfe erfolgreich gewonnen. Ebenso  hat sie um Hundeleben gekämpft und verloren. Das ist die Kehrseite wenn man so intensiv Tierschutz betreibt aber sie gibt nicht auf, kämpft zur Zeit um Welpen die Ihrer Mutter entzogen werden sollten und kümmert sich nun im Nachbarort um die Hündin mit Ihren Welpen. Sie wird diese Welpen vermitteln und dafür sorgen, dass die Hündin kastriert wird und Ihre Freiheit in Portugal danach weiter genießen kann ohne dann noch weitere Welpen in die Welt zu setzen um die sich sonst keiner kümmern würde und denen man in Portugal Ihrem Schicksal überlässt oder gar sich ihnen entledigt indem man sie in die Mülltonne wirft so wie es Brandy und Marley wieder fahren ist.

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Meine Tage auf der Quinta vergingen viel zu schnell. Malu habe ich tief in mein Herz geschlossen und hätte sie am liebsten mit nach Hause genommen aber auch Rex hat mich tief beeindruckt. Rex, der als ein ach so agressiver  und unberechenbarer Schäferhund  vor Monaten zur Quinta kam zeigte sich Dank Johannes seiner intuitiv richtigen Einstellung zur Kreatur und wochenlanger Arbeit mit Rex als durchweg liebenswerter Hund und bewies Tagtäglich das er sein Rudel in der Pfote hatte. Es war beeindruckend wenn manche Hunde im Tal das angiften anfingen, immer mehr dazu stießen um mit zu machen und wie dann Rex dazwischen ging um den wild gewordenen Haufen zur Raison zu bringen. Nicht ein Hund wagte da noch ein Wiederwort sondern alle liefen auseinander und es war wieder Ruhe im Rudel. Rex benutzte nicht mal seine blitzeblanken Zähnchen dazu sondern verteilte die roten Karten mit seiner Körpersprache, seinem gebrumme und aufstellen der Nackenhaare. Nie ist in solchen Situationen Blut gelaufen, nie hat sich ein Hund dabei verletzt sondern alle im Rudel kennen die Körpersprache und verstehen sie perfekt weil sie alle das große Glück haben im Rudel zu ihren Urinstinkten zurück zu finden.


Der feste Tagesablauf  und die Rituale sind ausschlaggebend für ein gesittetes miteinander leben von Mensch und Tier auf der Quinta. Das dabei Ziegen durch Hunde laufen die gerade am Napf sind kümmert weder die Hunde noch die Ziegen. Sie kennen es nicht anders und es ist lustig mit anzusehen wie erwartungsvoll das ein oder andere Ritual von allen erwartet wird. Auch frei lebende Hunde im Rudel haben Erwartungen an Ihre Menschen und es gibt ein paar High Lights die über Tag mit leuchtenden Augen erwartet werden. So zum einen der Spaziergang in’s Tal, die anschließende Fütterung und auch das Betthupferle für alle nach 23.00 Auch die Pferde haben Ihren festen Tagesrythmus.

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Nach meinem Besuch auf der Quinta bin ich noch mal mehr bestärkt worden, dass es sich bei diesem Projekt um ein Projekt handelt um das es sich lohnt zu kämpfen und es zu unterstützen. Die Arbeit die dort von Johannes, Sarah, Jonny und Janina geleistet wird ist unbezahlbar. Das Leben für alle Zweibeiner dort ist bescheiden aber alle sind glücklich weil sie wissen für wen und was sie sich aufopfern. Ich ziehe meinen Hut und habe größten Respekt vor diesen Menschen die weniger an sich denken sondern dort auf der Quinta bemüht sind allen Tieren gerecht zu werden

Im Oktober 2007 besuchte uns unsere Partnerin Karin Gnipp. Ihr Forum hat auch die Patenschaften für Malu und Ayla übernommen und so gab es gleich mehrere Anläße, uns zu besuchen und sich einen Eindruck vom Projekt und den Abläufen bei uns zu verschaffen. Sie hat für diverse Foren diesen Bericht geschrieben und Janina hat die Fotos gemacht. 

Besuch auf der Quinta

Tattoo ist froh hier zu sein

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Menina lacht immer, wenn Sie nette Menschen sieht

Unsere Flaschenkinder

Fritz als Baby

Mozart entdeckt die Welt


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