
Am 20.04.07 kam der kleine Pepper mit seinem Bruder zu uns. Die Freundin einer Nachbarin hatte die beiden ganz kleinen Babys an einem Baum hängen sehen. Jemand hatte sich ihrer entledigt, indem er sie der Mutter nach etwa 2 Wochen weggenommen hatte. “Glück” - soweit man das sagen kann - hatten die Beiden, weil sie gut sichtbar an einem Baum hingen und nicht in einer Mülltonne verschüttet wurden, wo die Chancen zu überleben noch geringer sind. Dennoch war zu dieser Zeit das Wetter noch feucht und kalt, sodass die Beiden praktisch keine Überlebenschance hatten. Wie so oft konnte jedoch weder die Nachbarin noch deren Freundin die 2 Babys aufnehmen und sie zu uns zu bringen war auch schon zu viel verlangt. Also hat Sarah sie abgeholt und Carola als geübte “Berufsmutter” hat dann versucht, die Beiden irgendwie ans Fläschchen zu gewöhnen. Da die Babys ja bereits die Mutter über einen gewissen Zeitraum hinweg gewöhnt waren, ist das ein fast unmögliches Unterfangen, weil die blinden Katzenkinder sich ausschließlich am Geruch orientieren können. Riecht etwas nicht nach Mama, dann akzeptieren sie es nicht und das bedeutet, dass sie lieber verhungern, als was zu trinken, dass nicht von der Mama kommt. Dabei haben sie wohl immer instinktiv die Hoffnung, dass die Mutter wiederkommt und darauf warten sie einfach.
Pepper hat großes Glück gehabt und wird ein sehr schönes Leben mit seinen neuen Kumpels führen können. Neben Hunden werden wir natürlich auch weiterhin große und kleine Katzen aufnehmen. Damit und das jedoch nicht über den kopf wächst, brauchen wir IHRE Hilfe. Wenn Sie eine Katze bei sich aufnehmen können, so melden Sie sich ganz schnell bei uns, schreiben Sie uns ein wenig über sich und welchen Typ Katze sie suchen. Wir beraten Sie ausführlich und suchen mit Ihnen gemeinsam den passenden Schützling für sie heraus.
Wird fortgesetzt...
Eine traurige Geschichte mit glücklichem Ausgang

Eigentlich ist das ja von der Natur sehr klug eingerichtet, aber für uns als Retter ist es auch die Katastrophe. Die Beiden waren dann auch noch recht schwer an Katzenschnupfen erkrankt, wohl weil sie zu lange am Baum gehangen haben und es nachts ja auch noch kalt war. Also blieb uns nicht anderes übrig, als Antibiotika zu spritzen, Inhalationen mit speziellen Kräutern aufzubereiten und die Abwehrkräfte homöopathisch zu stärken. Es dauerte auch sehr lange, bis Caroli die Beiden davon überzeugen konnte, dass sie auch eine gute Katzenmama sein kann. Pepper´s Bruder hat das leider zu spät verstanden. Er war ohnehin schon der Schwächere und hat es einfach nicht geschafft. Wir waren unglaublich traurig darüber, es war so ein sinnloser Tod für ein kleines Leben, dass nur ganz kurz auf dieser Erde weilen durfte. Als einziger Trost blieb, dass er eben in Würde und in einer ganz liebevollen Fürsorge von Caroli gestorben ist. Das hat seiner Seele hoffentlich ein wenig Frieden gegeben.
Pepper aber hat es geschafft und in der Folgezeit einen prächtigen Appetit entwickelt. Johannes hat ihm täglich seine Spritze gegeben und das hat er ganz tapfer über sich ergehen lassen. Das Problem beim Katzenschnupfen ist ja, dass alle Atemwege verstopfen und vor allem auch die Nase so zu ist, dass ein Baby gar nicht richtig an der Flasche trinken kann. Somit wurden die Fütterungen immer eine sehr langwierige Veranstaltung. Um die Nase möglichst schnell frei zu bekommen, machten wir weiter die Kräuteraufgüsse mit Eukalyptus und anderen Essenzen in heißem Wasser. Diese Therapie hat gut angeschlagen und so konnte der kleine Kerl schon bald gewaltige Mengen trinken, ohne dauern absetzen zu müssen und ohne sich zu verschlucken
Pepper hat seinen Bruder sehr vermisst, das merkte man sofort. In solchen Fällen hat Caroli dann immer ein kleines Plüschtier (Bärchen, Nilpferd etc.) bereit, mit dem so ein Waisenkind dann schmusen kann, wenn es nicht sowieso auf ihrem Arm schläft







Am 07.05.07 kamen dann unsere Paten Ute Werner (Velhote) und Susanne Waechter (Amadeu), um ihre Patenkinder zu besuchen und ein wenig Urlaub zu machen. Ute verliebte sich sofort in Pepper und konnte kaum noch von ihm lassen. Sie ist selbst eine erfahrene “Katzenmutter” und hat bereits viel Erfahrung mit Katzen gesammelt. Zuerst war es nur Theorie, doch dann verdichtete sich die Idee bei ihr immer mehr, dem kleinen Pepper ein Zuhause zu geben und für ihn in Köln zu sorgen. Einen Tag vor der Abreise fiel dann die Entscheidung: Pepper konnte jetzt schon Trockenfutter essen und wurde langsam vom Fläschchen entwöhnt. In Telefonaten mit der Fluggesellschaft und dem Tierarzt wurde die Machbarkeit eines Transportes in der Kabine geklärt, dann kaufte Ute ganz schnell noch eine super schicke Transporttasche und innerhalb eines Tages war der kleine Pepper für die große Reise ins wunderschöne Köln fertig.
Es war klar, dass bei uns Tränen flossen, als wir diesen witzigen kleinen Kerl hergeben mussten, aber die Freude überwog, dass er so ein optimales Zuhause gefunden hatte. Besser kann es eine kleine Katze gar nicht treffen und das freut uns am allermeisten. Ute hält Carola immer auf dem Laufenden, wie es Pepper geht und schickt auch dauernd neue Fotos, sodass wir und auch alle Leser unserer WebSite von nun ab verfolgen können, wie er wächst und gedeiht. Vielleicht schreibt Pepper ja demnächst auch mal ein Tagebuch....


Pepper in seinem neuen Zuhause

12.06.07
Wie man auf dem Foto links sehen kann, hat der kleine mutige Pepper seine Mitbewohner von sich überzeugen können und ist mittlerweile sehr gut in die Wohngemeinschaft integriert. Wir hatten ja bereits beobachtet, dass Pepper an anderen Katzen schon als Baby sehr großes Interesse hatte und die Katzen auch an ihm. Das ist nicht immer so, denn es gibt durchaus auch kleine Katzen, die Probleme mit der Integration haben. Im Gegensatz zum Hund ist die Katze ja schon eher ein Einzelgänger, aber andererseits lieben fast alle Katzen das Toben und Spielen und das verbindet dann doch wieder. Wir haben beobachtet, dass die Integration eine Frage der Persönlichkeit ist und das gilt auch bereits für Katzenbabys. Sobald die Kleinen ihre Umwelt etwas bewußter wahrnehmen, zeigt sich ihre Persönlichkeit und dann ist es spannend zu beobachten, wie sie sich entwickeln und später dann auch anderen Katzen gegenüber verhalten bzw. von denen akzeptiert werden.
Pepper erfreut sich bei Ute bester Gesundheit und optimaler Fürsorge und ihre regelmäßigen Berichte am Caroli sorgen dafür, dass unsere “Katzenmutter” beruhigt und vor allem nicht traurig ist.

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