Das sind: Kim, Gismo und Stitch
Diese 3 Winzlinge sind etwa 3-4 Wochen alt und man hat sie im Müll entsorgt. Irgendwie sind sie dort aber noch rechtzeitig gefunden worden und dieser Finder meinte dann, dass es wohl doch besser sei, sie einschläfern zu lassen anstatt sie dem Hungertod auszusetzen. Einerseits ja wenigstens ansatzweise eine sinnvolle Idee, andererseits aber auch schrecklich genug, dass derjenige nicht auf die Idee gekommen ist, nach einer Überlebensmöglichkeit für diese Babys zu suchen. Derartiger Probleme entledigt man sich hier eben mit der Spritze....
Wird fortgesetzt....







Unsere Tierärztin schläfert natürlich nicht so schnell ein Tier ein und so landete der Anruf bei Sarah und die 3 Minikatzen bei uns. Im Rhythmus von max. 2 Stunden müssen die 3 nun ihr Fläschchen bekommen, was sich aber als sehr sehr schwierig erwiesen hat. Alle Hunde- und Katzenbabys, die wir bisher hatten, waren immer nur 2-3 Tage alt und daher noch nicht wirklich an eine Mutter gewöhnt. Selbst bei solchen Fällen gibt es Winzlinge, die sich standhaft weigern die Flasche anzunehmen und zu trinken. Selbst das Einflößen mit der Pipette klappt dann nicht und man hat das Gefühl, dass das kleine Kerlchen sich aufgegeben hat. Allerdings schaffen wir es normalerweise 80% dieser Babys durchzubringen.
16.08.06
In diesem Fall von Kim, Gismo und Stitch sieht es etwas anders aus. Sie sind ganz offenbar bei der Mutter gewesen, bis man sie “entsorgt” hat. Daher wollen sie keine Flasche, weil sie weder diesen seltsamen Gumminuckel verstehen, noch den Geschmack der Milch als das Gewohnte erkennen können. Sobald eine andere große Katze kommt, schmiegen sie sich an, suchen und wollen trinken, von der Flasche aber halten sie gar nichts.
Carola ist ja unsere “Diplom Katzenmutter” und hat schon vieles Unmögliche möglich gemacht und so kämpft sie verbissen um das Leben der 3 Winzlinge. Neben der Flasche versucht sie es auch mit der Spritze (natürlich ohne Nadel) und träufelt den Kleinen winzige Mengen regelmäßig ein.
17.08.06
Carola träufelt während der Nacht und den ganzen Tag über Minimengen in die kleinen Mäulchen und wenigstens diese kleinen Portionen werden geschluckt. Die Verdauung klappt, allerdings haben wir Bedenken, dass die Babys nicht ganz gesund sind und werden das untersuchen lassen.
Gegen 19:00H trinken sie zu ersten Mal eine gewisse Menge kontinuierlich aus der Flasche. Wir schöpfen Hoffnung und eine weitere kurze Nacht steht bevor.
Gegen 02:00H sind diese Fotos enstanden - immerhin 5ml weggetrunken, so kann´s was werden.....
Im Pappkarton “angeliefert”
Die 3 haben nur sich selbst, um sich Geborgenheit zu geben und halten fest zusammen.



18.08.06
Der Durchbruch ist geschafft. Die kleinen Kerlchen trinken seit der vergangenen Nacht anständige Portionen und haben Caroli endgültig als Mama akzeptiert. Pipo hat sich gleich noch als Vater angeboten und Mona als Pflegeschwester.
Alle 3 haben ein sehr großes Kuschel- und Schmusebedürfnis und Kim legt sich nach dem Trinken sofort auf den Rücken um sich den Bauch massieren zu lassen. Wir sind ziemlich sicher, dass die 3 es schaffen werden.





19.08.06
Das Schmusebedürfnis ist kaum noch zu stillen. Die “3 von der Tankstelle” wollen eigentlich immer nur tanken und gestreichelt werden. Man kann sie gar nicht über längere Zeit alleine in ihrem Körbchen lassen, ohne dass sie ganz jämmerlich zu rufen anfangen.
Die Katzenersatzmama Carola ist wirklich im Stress, denn Kim, Stitch und Gismo wollen auch schon ein wenig spielen. Sie sind sehr lebhaft und haben bereits einen ordentlichen Bewegungsdrang.
Es macht Freude zu beobachten, wie sie nun immer kräftiger und lebenslustiger werden.
27.08.06 - Eine Woche später geben sich unsere “lieben Kleinen” nicht mehr mit Trinken und Schlafen zufrieden. Sie erkunden die Welt, klettern herum soweit sie es schon können und krabbeln unter Sofas, Regale und Tische. Schmusen und am Finger nuckeln ist ein prima Ersatz für die Mama und gibt ihnen das Gefühl von Geborgenheit. Mona und Pipo kümmern sich immer noch rührend um die 3 und aufgrund der intensive Körperpflege durch die beiden Hunde, haben die kleinen Kätzchen fast eine natürliche Umgebung bzw. zumindest das Gefühl, als sei alles so wie es bei der Mama eigentlich wäre.
Wir sind sehr froh über diese Fortschritte, denn mittlerweile sind wir sicher, dass sie es schaffen werden. Krankheiten scheinen auch nicht vorzuliegen, die Verdauung funktioniert normal und von der Vitalität können wir uns permanent überzeugen, die Reflexe sind normal und der Appetit enorm.




11.09.06 - die kleinen Kerlchen entwickeln sich prächtig und erforschen die Welt. Tagsüber spielt Pipo den Papa und abends übernimmt dann Mona die Mutterrolle. Seit gestern können die Drei auch schon alleine das Katzenklo benutzen, was auch für uns etwas angenehmer ist. Sie haben das recht schnell verstanden, nachdem unser Kater Fritz ihnen das vorgemacht hatte.
Ansonsten klettern sie auf und über alles und untersuchen unsere gesamte Wohnung. So klein wie sie noch sind, haben sie kein Problem damit, sich mittels der Krallen am Sofastoff erst festzuhalten und sich dann hochzuziehen. Sie sind rundum gesund, wohl genährt und sehr lebendig. Durch Mona und Pipo bekommt Carola sehr viel Unterstützung, denn jetzt kommt die Zeit in der die Katzenkinder den ganzen Tag nur spielen wollen, oder eben schlafen




Wir freuen uns sehr, dass diese Rettungsaktion so gut ausgegangen ist, denn am Anfang sah es ja gar nicht danach aus. Besonders Carola hat ja sehr viel Herz, Energie und Mühe in das Überleben der Drei gesteckt und wird jetzt durch fröhliche kleine Chaoten belohnt.
Ein paar Wochen lang werden wir die Kleinen noch im Haus halten und dann mit Ihnen die ersten Ausflüge in die Natur unternehmen.

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