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(c)Naturschutzprojekt Leben e.V. 2011 - Design by Alex Wernsmann - Impressum - Aktualisiert: 18.11.11

05.07.2011

Das sind die lustigen und lieben Poltergeister, die beinahe schon vor knapp einer Woche den Tod gefunden hätten. Unser Vereinstierarzt Dr. Paulo Café Correia hat uns auf den Fall aufmerksam gemacht, denn er weigerte sich, die Hunde einzuschläfern. Der Besitzer hatte als nächsten Schritt vorgesehen, sie in die örtliche Station zu geben, damit sie dann dort vom Amtstierarzt getötet werden. Das aber konnten wir verhindern.

Die Hintergründe:

Der Besitzer der Hunde ist ein Züchter der Rasse “Cane Corso” und alle Hunde gehören dieser Rasse an. Er muss ins Krankenhaus nach Lissabon, da er wohl sehr schwer erkrankt ist. Weil er besondere Zuchtmerkmale herausgezüchtet hat, sind seine Hunde “etwas Besonderes und Einmaliges”, sagt er. Er will auf keinen Fall, dass sie einem Konkurrenten in die Hände fallen und daher wollte er sie lieber töten lassen, als sie abzugeben. Er ist allein stehend und hat niemanden, der die Hunde versorgen könnte. Die Dauer der Krankenhausaufenthaltes ist ungewiss. Dass wir die Hunde für diese Zeit versorgen, wollte er auch nicht, da er Angst hat, dass man die Hunde stehlen könnte, weil wir ja nicht ganztägig in seinem Haus sein können, die Hunde also vorwiegend alleine sind. Die Hunde leben im Rudel von insgesamt 10 Tieren, ohne Zwinger, wobei sich später herausstellte, dass es 12 Tiere incl. einer trächtigen Hündin sind. Weil diese Hunde sehr groß sind (ca. 50kg) und ein eigenes starkes Rudel bilden, ist es für uns nicht möglich, sie bei uns aufzunehmen und in den Clan zu integrieren. Das würde zu Kämpfen und Beißereien führen, da diese Hunde dominant sind und wesentlich größer, als die meisten Hunde des Clans. Davon abgesehen ist der Besitzer auch nicht bereit, sie an uns abzugeben.

Die Lösung:

Nach ewig langen Diskussionen ist es uns gelungen, denn Herrn davon zu überzeugen, die Hunde nicht zu töten, sondern uns die Möglichkeit einzuräumen, dass wir sie kastriert vermitteln. Dem hat er zugestimmt. Da es in Deutschland für die Rasse der Cane Corso ein weitgehendes Einfuhrverbot gibt und auch die Haltung aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen extrem schwierig ist, sind wir gezwungen die Hunde innerhalb Portugals zu vermitteln. Hier bestehen keine Einschränkungen, da sie nicht gelistet sind und nicht als gefährlich gelten. Das können wir nur unterstreichen, denn diese 11 Poltergeister sind einfach nur lieb, vor allem lieben sie Kinder und manche davon sogar Katzen.

 

Stand der Dinge - 05.07.11

Mit unglaublichem Aufwand und der Unterstützung durch viele Kontakte hier in Portugal ist es uns gelungen, bereits 4 Hunde zu vermitteln. Da man in Portugal weder eine Schutzgebühr kennt, noch eine Kostenbeteiligung kennt, bleiben wir auf allen Kosten sitzen. Das bedeutet, dass wir Tollwutimpfungen, Kastrationen und die Fahrtkosten, um sie nach Lissabon und Porto zu den neuen Eltern zu bringen, selbst tragen müssen. Bei diesen großen Hunden ist das ein enormer Aufwand.

Seit gestern Abend nun ist auch klar, dass wir ab Freitag für die gesamten Futterkosten aufkommen müssen, denn der Besitzer kann keinerlei Kosten mehr tragen. Uns ist zwar klar, dass das Erpressung ist, aber in diesem Fall fügen wir uns, denn wir wissen ja, dass es ihm mit der Tötung der Hunde ernst ist. Wir wollen, dass diese Süßen überleben und deswegen müssen wir nach den Regeln des Besitzers spielen und hoffen, dass wir gewinnen und alle retten können.

Vor einigen Tagen konfrontierte er uns dann noch mit einem 3 Monate alten Welpen und eine trächtigen Hündin, die in ca. 3 Wochen die Babys bekommen wird. Er rechnet erfahrungsgemäß mit bis zu 10/12 Welpen, hoffen wir, dass es weniger werden......

Die gesamte Aktion wird also kaum vorhersehbare Kosten verursachen, weswegen wir IHRE Unterstützung brauchen. Die Welpen werden wir erst mit 16 Wochen vermitteln, das ist bei uns Standard und so sind wir noch recht lange für diese Poltergeister verantwortlich. Wir hoffen natürlich, dass wir die erwachsenen Hunde sehr bald komplett vermitteln können, allerdings ist die anstehende Urlaubszeit nicht gerade günstig für dieses Unterfangen. Die Kastrationen müssen vorher noch abgeschlossen werden.

Den jeweils aktuellen Stand der Dinge erfahren sie auf Facebook auf unserer Seite “Spikinet” oder melden Sie sich in unserem Forum an unter: http://forum.spikinet.de . Auch auf dieser WebSite werden wir regelmäßig weiter über das Schicksal dieser liebenswerten Hunde berichten.

Gigas
carlota
César
Larinha
Yuka
Xakira
Nina
Rufus
Lolita

06.07.2011

Wir bedanken uns herzlichst, dass bereits spontan Hilfen bei uns eingegangen sind und beginnen daher mit der Auflistung von Spenden und Ausgaben. Mit unserem Tierarzt Dr. Paulo haben wir auch die Preise für alle Kastrationen ausgehandelt und trotz der Größe der Hunde bekommen wir Sonderrabatte und zahlen für jeden Buben 80.-€ und jedes Mädel 150.-€. Am 14.07. sind die ersten Kastrationstermine und ab dem 17.07. bringen wir die ersten Kandidaten in ihr neues Zuhause im Großraum Lissabon.

Alle Spender, die hier aufgelistet werden, listen wir im normalen Spendenbarometer nicht nochmals auf.

06.07.2011

Erstbestellung Futter Grundausstattung

192,50€

08.07.2011

Kastration und Tollwutimpfung Carlotta

170.-€

13.07.2011

Kastration und Tollwutimpfung Larinha, Vera, Nina, Yuka, Lolita

850.-€

13.07.2011

Kastration und Tollwutimpfung Cesar, Gigas

200.-€

18.07.2011

Impfungen 9 x

180.-€

18.07.2011

Microchip 3 x

45.-€

26.07.2011

Welpenmilchpulver

94.-€

26.07.2011

Medikamente, Salben und Bäder

69,35€

16.08.2011

Maxi Starter

116,04€

01.09.2011

Puppy Futter

123.-€

05.09.2011

erste Impfung Polterbabys

60.-€

26.09.2011

zweite Impfung Polterbabys

60.-€

05.09.2011

Wurmkur Polterbabys

7,50€

14.09.2011

Behandlung Schwänze Polterbabys

75.-€

15.09.2011

Futter für Toxy/Leila/Billy

53,65€

15.09.2011

dritte Impfung Polterbabys incl. MC und Wurmkuren

185.-€

05.07.2011

Steffi Berg

30.-€

05.07.2011

Jutta Schaffer-Dias-Sequeiro

100.-€

05.07.2011

Ajuda Alimentar Animal - Sachspende 1 Sack Futter und 10 Dosen im Wert von

42.-€

07.07.2011

Anja Dötsch

50.-€

07.07.2011

Heidi Heinrich Kastration für einen Buben

80.-€

07.07.2011

Jutta Schaffer-Dias-Sequeira - Kastration für ein  Mädchen und Zuschuss für Futter

200.-€

08.07.2011

Gabi Berg

40.-€

08.07.2011

Nadine Bachmann

10.-€

09.07.2011

Familie Obst

50.-€

12.07.2011

Silvia Gerstenberg

100.-€

12.07.2011

Birgit Welker

15.-€

13.07.2011

Karoline Scherr

200.-€

13.07.2011

Fr. Andrea

15.-€

15.07.2011

Dr. Susanne Moos

100.-€

15.07.2011

Petra Hüttinger

30.-€

15.07.2011

Jutta Schaffer-Dias-Sequeira

200.-€

18.07.2011

Brigitte Niedree

100.-€

18.07.2011

Tanja Scheid-Bardel

30.-€

18.07.2011

Sarah Donko

20.-€

19.07.2011

Birgit Enkelmann

15.-€

29.07.2011

Jutta Schaffer-Dias-Sequeiro für Billy the Kid

100.-€

01.08.2011

Familie Obst für die Polterbabys

15.-€

02.08.2011

Stefanie Berg

20.-€

03.08.2011

Monika Henneke für Babyfutter

50.-€

05.08.2011

Karoline Scherr für Toxy und Leila

90.-€

05.08.2011

Familie Obst für Toxy und Leila

15.-€

05.08.2011

Sarah Donko fü Babys

5.-€

10.08.2011

Nicole Maschmann Polterbabys

5.-€

11.08.2011

Alice Beate Antonini Baby Bub

30.-€

17.08.2011

Alice Beate Antonini Baby Bub

20.-€

05.09.2011

Andreas & Ellen Obst Toxy/Leila

15.-€

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.10.2011

Einnahmen

1.762.-€

15.10.2011

Ausgaben

2.481,04€

15.10.2011

Differenz plus/minus

- 719,04€

Auflistung aller Ausgaben

Auflistung aller Spenden

Bilanzübersicht

09.07.2011

Während der Woche hat sich die Situation nochmals zugespitzt, da der Züchter uns unter Druck setzen wollte und verlangte, dass alle Hund bis gestern untergebracht zu sein haben. Wir haben bereits 5 Hunde fest vermittelt, aber in der Kürze der Zeit war auch nicht mehr möglich, zumal alle ja noch kastriert werden müssen und frühestens in 1-2 Wochen reisen können. Beim gestrigen Besuch - bei dem auch der u.a. Film entstand - gelang nun doch eine Kompromisslösung und wir konnten eine Woche Verlängerung aushandeln. Bis dahin werden wir alle nicht vermittelten Poltergeister in Pflegestellen unterzubringen versuchen. Der Besitzer ist immer noch wild entschlossen, Hunde zu töten, um die Rassespezialitäten nicht gestohlen zu bekommen, wie er es formuliert. Es wurde nun auch ausgehandelt, dass wir ihn zusammen mit seiner Zuchthündin und dem Zuchtrüden, die er behalten wird, nach Lissabon bringen werden, wo er dann ins Krankenhaus geht. Was aus seiner Hündin und dem Rüden wird und wie er sie während der Zeit unterbringt, wissen wir nicht. Einen Verhandlungsspielraum haben wir aber nicht, wenn wir das Leben der verbliebenen Hunde und vor allem der Mutter schützen wollen. Immerhin überlässt er uns die schwangere Mama und vertraut uns, dass die Babys dann zum passenden Zeitpunkt ebenfalls kastriert werden und die Rassemerkmale nicht weitergegeben werden. Somit haben wir auch eine Zwangsabtreibung verhindern können. Die Babys kommen ca. am 25. Juli zur Welt.

Für die beiden Zuchthunde können wir nichts tun und sicherlich wird das Elend irgendwann wieder von vorne losgehen. Wir werden aber die Zeit nutzen und versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass sein Weg der Züchtung wenig Sinn macht, zumal er ja krank und mittellos ist. Hoffentlich gelingt es uns. Nur mit viel Ruhe, Diplomatie und Freundlichkeit kann man da was erreichen.

 

18.07.2011

Wir haben vom Stamm der Poltergeister alle soweit gut untergebracht und viele konnte auch zu zweit vermittelt werden, was für die Hunde natürlich besonders toll ist, wenn sie schon aus einem festen Rudel gerissen werden müssen. Morgen, dem 19.07.11 werden die letzten beiden Erwachsenen übergeben und wir nehmen ein Baby bei uns auf, weil dessen neuer Papa erst um den 20.08.11 Urlaub bekommt und dann die kleine Maus übernehmen kann.

Ende der Woche werden dann die Babys von Xakira wohl zur Welt kommen und dann haben wir alle Hände voll mit der Versorgung der Mama und nach der Stillzeit auch der Babys zu tun. Sie bekommen spezielles Futter, wie auch die stillende Mama, damit sie sofort einen optimalen Start ins Leben haben. Untergebracht ist Xakira in einem separaten Bereich bei einer Poltergeistmama, die ausreichend Platz und Isolierungsmöglichkeiten hat. Dieser Platz ist zwar 50km von uns entfernt, aber das nehmen wir gerne auf uns, denn so kann die Mama in Ruhe ihre Babys bekommen und aufziehen. Da sie ja aus ihrem festen Rudelverband genommen werden musste, wäre es für sie großer Stress mit unbekanntem Ausgang geworden, wenn wir sie hier in der letzten Phase der Schwangerschaft noch in unser Rudel integriert hätten. Es ist sehr fraglich, ob das überhaupt gelungen wäre, denn die Poltergeister ordnen sich kaum in ein bestehendes Rudel ein. Sie sind starke, dominante Hunde, die ja auch keine Dankbarkeit für ihre Rettung empfinden, da sie nicht aus den schlimmen Verhältnissen einer Tötungsstation kommen und ohnehin nicht wissen, dass sie eigentlich getötet werden sollten. Somit ist es ein ganz anderer Vorgang, wenn wir eine einzelne schwangere Hündin aufnehmen, die entweder von der Straße oder aus der Tötungsstation kommt. So aber haben wir für Xakira und ihre Babys eine optimale, wenn auch etwas aufwendige Lösung gefunden.

Leider mussten wir auch feststellen, dass entgegen aller Beteuerungen, die Hunde nun doch nicht aktuell geimpft sind und neben der Tollwutimpfung auch die Auffrischung der Grundimmunisierung teilweise seit 4 Jahren fehlt.  Mama Xakira ist auch davon betroffen, aber daran können wir zurzeit nichts ändern und können nur hoffen, dass sie gesund ist/bleibt und auch die Babys gesund zur Welt kommen. Teilweise fehlten auch Microchips, was wir nun alles nachgeholt haben.

01.08.2011

Die Polterbabys sind am 24.07.11 zur Welt gekommen. Insgesamt hatte Xakira 7 Babys, doch nur 3 davon überlebten. Zu den genauen Hintergründen ist kaum was zu sagen, da die Pflegestelle ganz offenbar wesentlich andere Pläne hatte, als einfach nur helfen zu wollen und Pflegestelle zu sein. Es mag auch sein, dass die Babys sofort weggenommen wurden, man sie mit der Flasche aufzieht, um hinterher ein Geschäft damit zu machen. Beweisen können wir das nicht, aber die Tatsache, dass man allen Babys, auch den drei verbliebenen, sofort und entgegen unserem ausdrücklichen Willen die Schwänze abgeschnitten hat - soz. als Rassemerkmal - gibt und sehr zu denken. Obwohl die Pflegestelle beste Referenzen durch eine uns bekannte Tierärztin hatte, scheint sie uns betrogen zu haben. Die verbliebenen 3 Babys heißen Toxy, Leila und Billy the Kid. Sie waren in einem extrem schlechten Zustand und die Stummelchen der Schwänze hatten sich sofort massiv entzündet, sodass eine tierärztliche Intervention notwendig war, um ihnen das Leben zu retten. Xakira hatte die Babys zwar noch nicht ganz verstoßen, aber sie zeigte wenjg Interesse, wohl wissend, dass sie krank sind. Die Drei sind nun in unserer Obhut, werden mit der Flasche aufgezogen und die Wunden versorgt.

Wir erfuhren jetzt auch noch, dass es sich bei dem gesamten Wurf um bewusst hergestellte Inzucht handelt, da man bestimmte Rassemerkmale vererben wollte. Seit heute hat sich dann auch als Konsequenz gezeigt, dass die Drei einen sog. Wolfsrachen/Gaumenspalte haben und kaum noch trinken können. Eigentlich hatten sie sich gut entwickelt und gut getrunken, aber nun wird das Problem so massiv, dass wir nicht wissen, ob es und gelingen wird, sie durchzubringen.

 

Oktober 2011

Nun sind wir drei Hübschen auch schon in neuen Familien und haben die Quinta Zeit, die sehr schön war, hinter uns gelassen. Wir haben uns trotz der widriger Umstände sehr gut entwickelt. Wie ja die meisten wissen, hat man uns direkt nach der Geburt laienhaft verstümmelt, indem man unsere Ruten einfach abhackte! Gott sei Dank ist alles gut verheilt, denn  Tante Sarah  hat uns in der schweren Zeit betreut und zog uns ebenfalls mit dem Fläschchen groß! Als wir in der Lage waren zu essen, zogen wir auf die Quinta, wo ja auch für Welpen wie uns jede Menge Platz ist. Wir haben noch ganz viele Hunde kennen gelernt und konnten bis wir 12 Wochen alt waren und all unsere Impfungen hatten eine sehr schöne Zeit hier verbringen.

Dann wurde es ernst und wir wurden vermittelt. Leila und Toxie zogen in eine Familie wo schon eine Gumminase wohnte und ich der Billy zog ebenfalls in eine Familie mit schon vorhandenen Hunden.

Das man Toxie und Leila, die gemeinsam vermittelt worden sind  vom Grundstück stehlen wollte war wirklich ein großer Schreck aber  nun werden die Beiden ganz doll bewacht, damit niemand mehr in Versuchung kommt die zwei zu stehlen.

Wir haben uns mittlerweile in unseren Familien sehr gut eingelebt und sind glücklich!

Bedanken möchten wir uns mit einem dicken Nasenschleck noch bei unseren Patentanten Jutta Sequeira, die mich den kleinen Billy unterstützte und Familie Obst mit Karoline Scherr die Leila und Toxie unterstützten in der Zeit, wo wir auf der Quinta waren!!!

Dicker Nasenschleck

Eure Poltergeistbaby’s

Toxie, Leila und Billy the Kid!!!

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