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08.05.11
Isis wurde im Rahmen einer Polizeirazzia in einem Zigeunerlager sichergestellt. Sie wurde dem Amtstierarzt übergeben und kam in die Tötungsstation, wo sie üblicherweise nach 10 Tagen getötet wird. Sie trägt zwar einen Micorchip, dieser ist aber nicht registriert, sodass es unmöglich ist, die Besitzer zu finden. Auch unsere Plakataktion und unsere Abfrage aller Tierärzte in der weiteren Umgebung führten zu keinem Ergebnis.
So wie sich Isis verhält, mag das auch gut so sein, denn sie ist extrem ängstlich, verschüchtert und offenbar schwer misshandelt worden. Da sie aber ein fast neues Scalibor trägt und ein gutes Halsband, könnte man davon ausgehen, dass sie den Besitzern gestohlen wurde und erst im Zigeunerlager misshandelt. Sie war dort wohl eingesperrt und hatte in Panik versucht sich zu befreien, indem sie buddelte oder kratzte - wie und woran wissen wir nicht. Daher sind ihre Ballen wund und die Krallen vorne komplett abgewetzt.
Details über ihre Haltungsbedingungen wissen wir nicht, allerdings ist sie sehr abgemagert, und deutlich unterernährt. Man merkt ihr an, dass sie wohl ein “normales” Zuhause hatte, denn sie kann perfekt an der Leine gehen, spielt auch mit der Leine, fährt ohne Probleme Auto und ist absolut stubenrein. Sie kennt alle Grundkommandos. Einzig ihre Angst hindert sie an einem altersgemäßen Verhalten, denn sie ist erst ca. 1 Jahr alt und eigentlich sehr verspielt. Spielen aber traut sie sich noch nicht wirklich.
Sie ist ein wunderschöner Hund mit einem ausgewogenen Körperbau, wobei sich über die Rasse nichts sagen lässt. Mit anderen Hunden ist sie sehr verträglich, auch Katzen sind kein Problem für sie, all das scheint sie zu kennen.
Sie muss nun erst einmal Vertrauen fassen und erkennen, dass Menschen auch hilfreich sein können. Sie lernt bei uns Vertrauen aufzubauen und wieder zu sich selbst zu finden. Zurzeit lebt sie in einem kleinen Rudel bei Sarah, weil ihr diese Lebensform wohl am nächsten kommt. Später dann werden wir sie auf der Quinta dem Clan vorstellen und ihr das Leben in einer größeren Gemeinschaft nahe bringen.
Wir werden sie komplett medizinisch untersuchen incl. Blutbild, ggf. behandeln, wenn sie an Krankheiten leidet und sie dann kastrieren lassen.
Nach allem, was wir bisher sehen und gesehen haben, ist Isis ein Familienhund und wenn ihre Psyche erst mal wieder geheilt ist, hat man mit ihr einen treuen, lustigen Hund, der keine Probleme machen wird.






Juni 2010
Nach zweitem Anlauf habe ich nun mein Traumzuhause bei Barbara Kern und ihrer sechsjährigen Schäferhündin bei Nürnberg gefunden!! Ich war ja schon vermittelt und habe mich auch ganz lieb benommen, aber der Rüde aus dem Haus der Familie wo ich einziehen sollte, mochte mich nicht und attackierte mich. Die Menschen dort riefen Opi, kaum dass ich eine Stunde in deren Haus war an, damit der mich sofort da wieder abholt. Das war an dem Abend, nachdem Opi mit uns in Deutschland angekommen war und selber schon zwei Tage und eine Nacht nicht geschlafen hatte, weil er ja mit uns unterwegs Richtung Deutschland war!! Wir fanden das unmöglich, dass man dem Rüden keine Chance gelassen hatte, aber wie sich später heraus stellte, war ich schon der dritte Hund von Volker und Gabriele Harder aus Kronau den sie sich anschafften und schnell wieder los werden wollten!! Drei Hunde aus dem Tierschutz mussten sich schon diesem verhaltensgestörten Rüden stellen und damit es nicht noch mehr Versuche gibt mit ahnungslosen Vereinen, haben wir die mal gleich auf die schwarze Liste setzen lassen!
Ich wurde auch direkt am anderen Vormittag dort abgeholt und zwar von Conny Schönherr , die ja von der Quinta den Clayton haben. Die Conny sprang sofort ein, holte mich da ab und nahm mich erst mal bei sich auf! Ja..und dann meldete sich mein zukünftiges Frauchen Barbara Kern, die mich gerne bei sich wohnen lässt! Das ist toll und ich freute mich riesig über meinen Umzug!!
Nasenschleck und vielen Dank an Conny Schönherr und Barbara Kern!!
Eure ISIS

