
Wir wurden am 15.01.2007 geboren und dann einfach in den Müll geworfen. Abends hat uns dann jemand in der Tonne gefunden, wollte uns aber nicht auf nehmen. Trotzdem es hier sehr sehr kalt ist und hat man uns in einer Kiste mit einem Tuch neben die Mülltonne gestellt. Ein Nachbar nahm unseren Bruder auf und ließ uns aber kommentarlos zurück. Es war wirklich eine sehr kalte Nacht und wir haben uns sehr gequält.
Morgens dann kam der 11-jährige Sohn der Frau die uns gefunden hat, zu uns und hat uns aus der Kiste genommen weil er es so schlimm fand, dass seine Mutter uns so zurückgelassen hatte. Er brachte uns per Taxi zum Tierarzt, der uns eine Wärmflasche und Milch gab. Der Arzt erklärte dem Jungen wie er sich um uns kümmern muss und was wir brauchen. Nach dem Tierarztbesuch hat er uns zu sich mit nach Hause genommen, als aber die Mutter kam, gab es Ärger, denn sie wollte uns ja nicht im Haus haben. Sie ist zwar schon tierlieb, aber das hat auch seine sehr engen Grenzen. Sie will nicht mehr Tiere haben, denn sie hat schon einen großen Hund. Der Junge weinte ganz schlimm und versuchte die Mutter umzustimmen, aber sie ließ nicht locker, denn es hatte ja auch keiner Zeit uns alle 2 Stunden die Flasche zu geben. Der Junge hatte ja schon einen ganzen Schultag wegen uns gefehlt und das gab sowieso Ärger.. Also rief sie den Tierschutzverein an dessen Nummer der Tierarzt ihr gab. Was die Frau nicht wußte: es war Sarah´s Nummer, und die Beiden kennen sich schon lange, weil die Dame mit Namen Senhora Paula die Bankdirektorin ist, bei der Sarah ihr Konto hat.... peinlich peinlich .....für die gute Frau.
Wir brauchen jetzt Paten die helfen unsere Milch und Welpen Futter sowie Impfungen und Wurmkuren zu bezahlen und dann wenn wir reisefertig sind, brauchen wir neue Besitzer, die uns mit viel Liebe großziehen und uns für immer lieb haben werden und uns ein warmes Körbchen geben.




Sarah hat dann lange noch versucht, sie dazu zu überreden, uns wenigstens die erste Zeit zu futtern, denn das würde Sarah ja schon viel helfen. Sarah hätte uns dann genommen wenn wir älter wären, aber es war nichts zu machen. Sie hatten alle einfach keine Zeit und hatten Angst, sich so an uns zu gewöhnen, dass es ihnen dann schwer fallen würde, uns wieder herzugeben, aber behalten können sie uns ja nicht. Also hat Miguel uns abends bei der Familie abgeholt und uns mit nach Hause genommen, damit Sarah uns mit der Flasche aufziehen kann. Wir waren total verhungert und kalt, weil sich bis dahin keiner so richtig gekümmert hatte, es hatte ja auch keiner so wirklich einen Plan, wie man mit so kleinen Babys umgeht. Die erste Nacht bei Sarah haben wir gut überstanden und haben auch immer gut getrunken.Sarah war davon so fasziniert, dass wir so eine kalte Nacht auf der Strasse verbracht hatten, ohne Milch und Wärme und das wo wir ja gerade erst ein paar Stunden alt waren. Wir haben jeden Tag immer etwas mehr getrunken und nehmen auch gut zu. Mittlerweile hat der Junge - unser Retter - uns auch Namen gegeben. Wir heissen jetzt Kristi und Kelly, das Namen von Frauen die Wrestling machen; das passt auch zu uns, da wir so echte Kämpfer sind. Wir sind auch mittlerweile recht groß und schwer für unser Alter. Warscheinlich werden wir mittelgroße oder sogar ganz große Hunde. Wen wir anfangen alleine zu essen werden wir zu Carola auf die Quinta gehen, denn da sind noch andere Welpen, die ebenso viel Glück hatten wie wir. Die sind nur ein bisschen älter als wir und mit denen können wir dann aufwachsen.




09.02.07
Kristi und Kelly sind jetzt auf der Quinta bei unserer “Mutter vom Dienst” Caroli angekommen. Wir wollten so früh wie möglich mit einer Sozialisierung beginnen, denn die Kleinen sind für ihr Alter sehr weit und spielen sogar schon recht gezielt. Das ist ungewöhnlich für so kleine Babys und so glauben wir, dass man von diesen kleinen Kerlchen noch einige Überraschungen zu erwarten hat. Wir haben die Beiden also sofort mit den Glückspilzen bekannt gemacht, die ja eigentlich dem Babyalter gerade mal vor Kurzem entwachsen sind. Die Freude bei den Vieren war riesig und die Neugierde noch größer. Ernie hat sich sofort selbst zum Pflegevater ernannt und auch Poldy zeigte sich sehr fürsorglich. Die beiden jungen Damen, Malu und Lilly waren da schon etwas gröber und dachten, dass sie hier auch ein vortreffliches Spielzeug bekommen hätten.
Da die Kleinen aber durchaus in der Lage sind, ihren Unmut zu äußern, hat sich das dann alles sehr schnell reguliert und als die erste Aufregung vorbei war, haben alle zusammen gekuschelt und geschlafen. für Kelly und Kristi ersetzen die vier großen Stiefbrüder wohl das Gefühl, eine Mama zu haben und dadurch geschützt und geborgen zu sein. Somit können wir ihnen genau das bieten, was sie brauchen und man merkt ihnen an, wie gut es den Babys tut. In den Garten können sie natürlich noch nicht gehen, denn es wäre zu kalt und so kleine Welpen können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regeln.
Wir sind sehr froh, dass wir die Möglichkeit haben, diese Babys ein wenig artgerechter aufziehen zu können, indem wir zufälligerweise passende größere Welpen hier haben mit denen sie nun im Gefühl von “tierischer” Geborgenheit und nahe am Gefühl eine Mutter zu haben, aufwachsen können. Sie bilden dann mit den Anderen Vieren gleich ein kleines Rudel, das wir später dann mit dem großen Rudel sozialisieren werden. Bekanntschaft geschlossen haben die Glückspilze bereits mit den Großen in mehreren Begegnungen. Da das große Welpenrudel aber sehr wild und ausgelassen ist , müssen wir noch aufpassen, dass die Spiele nicht zu massiv werden und die Kleinen überfordern.






17.01.07
Nun können die Beiden schon richtig spielen, und haben zum ersten Mal auch selbständig Wasser getrunken und festes Futter gefressen. Sie bekommen zwar noch immer ihre Fläschchen, aber wir haben bereits langsam mit der Futterumstellung begonnen. Die beiden jungen Damen schauen sich viel von ihren älteren Stiefgeschwistern, Ernie, Poldy, Malu und Lilly ab und daher entwickeln sie sich auch schneller. So dürfen sie bei den Größeren auch aus dem Napf fressen, ohne dass es Ärger gibt und da ja das Welpenaufbaufutter für alle gleich ist, werden die Kleineren fast spielerisch an alle Veränderungen herangeführt.
So waren Kristi und Kelly auch schon im Garten und haben die Sonne genossen. Beim Spielen muss Caroli aber noch mit dabei bleiben, denn die Großen spielen manchmal etwas zu wild und verstehen nicht, dass die beiden eben noch zu klein sind, um sooo wild mit ihnen zu toben, wie die 4 Geschwister es untereinander tun. Dieser Unterschied wird sich aber in den nächsten Wochen völlig ausgleichen und da mittlerweile der Frühling hier ausgebrochen ist, können alle kleinen Hunde bald ganz draußen leben und spielen. Wir werden die jetzt insgesamt 6 neuen Welpen zuerst in das Rudel der älteren Hunde integrieren, die ja schon etwas ruhiger und auch sozialer sind und sie über diesen Weg dann mit den restlichen Hunden zusammenführen. Es ist immer wieder spannend und schön zu beobachten, wie kleine Hunde die Welt entdecken und mit ihren erwachsenen Artgenossen Freundschaft schließen.
02.03.07
Nun sind unsere beiden Kämpferinnen schon ganz große Hunde. Sie toben den ganzen Tag im Freien herum und es ist erstaunlich, wie gut sie sich schon selbst beschäftigen können. Eigentlich brauchen sie nur ein paar Katzen, ein paar andere Hunde, hier und da mal einen Hirschkäfer, den man beobachten kann oder auch ein Schmetterling, der lustig herumflattert. Damit sind sie glücklich und zufrieden. Besonders beliebt ist auch der große Kehrbesen, mit dem u.a. die Ziegenställe gereinigt werden. Mit diesem Besen zu spielen ist der Hit und wir freuen uns abends dann über den etwas “strengen” Geruch in unserer Wohnküche, wo die Beiden ja zurzeit noch schlafen.
Die Glückspilze sind natürlich noch immer ihre besten Freunde, da die sich aber immer mehr im Rudel integrieren und mit den Großen toben, ziehen sie unsere Jüngsten sozusagen nach und so werden die Beiden wesentlich schneller “erwachsen”, als andere Welpen in diesem Alter. Ernie erweist sich als besonders fürsorglicher großer Stiefbruder und kuschelt gerne mit den Kleinen.
Die Beiden kommen in der großen Welt wirklich sehr gut zurecht, und man kann sagen, dass sie außergewöhlich mutig und selbstbewußt sind. Welpen, die keine Mutter hatten sind normalerweise immer etwas ängstlicher. Wir können das hier gut beobachten, da wir ja auch 2 echte Familien beherbergen, nämlich Nicki mit ihren Kindern und Bica. Diese beiden - heute schon erwachsenen Welpenfamilien sind wesentlich selbstbewußter und mutiger, als die fast gleichaltrigen Weisen, die wir zur selben Zeit mit der Flasche aufgezogen haben.







06.03.07
Nun haben die Beiden ja ohnehin schon Schwein gehabt, weil sie gerettet wurden, doch das war ja noch nicht alles zum Thema Schwein. Wir haben auf der Quinta ein Glücksschwein namens Toni, was für alle Hunde da ist und ganz bewußt über deren Glück wacht. Toni ist recht robust und kann sich gegen das Rudel auch ganz gut durchsetzen. Er spielt Nachlaufen und wenn ihn jemand zwickt, dann zwickt er zurück. Toni hat sehr viel Erfahrung und wenn man ihn fragt, was er denn sei, antwortet er folgerichtig und logisch: “..... ein Schweinehund!”
Toni ist ein echtes “Gemütsschwein” und Babys sind für ihn heilig. Er ließ sich von Welpen schon immer am Schwanz ziehen, in die Schwarte beißen und beklettern. Erstaunlich ist immer wieder, dass er dabei sogar schlafen kann, wie die Bilder hier einmal mehr beweisen. Für unsere Welpen ist es hingegen eine Begegnung der dritten Art, denn so einen komischen Hund hatten sie ja bisher noch nicht gesehen und so werden alle Bereiche dieses massigen Körpers eingehend untersucht......












03.04.07
Die Beiden Kämpferinnen zeigen auch jetzt, dass sie mutig und tapfer sind. Zusammen mit den 4 Glückspilzen erkunden sie ja jetzt die weite Welt und dabei haben sie vor nichts Angst. Kelly ist besonders mutig und hat weder vor fremden Menschen, noch vor fremden Hunden Angst. Sie hat auch schon ihre erste Begegnung mit Rex hinter sich, der ja nun im Vergleich zu ihr ein Riese mit ungeheuren Ausmaßen ist. Aber das macht ihr gar nichts, Hauptsache das “Monster” spielt mit ihr. Pitú ist ja besonders beliebt, da er auch seinerseits ein absoluter Welpenfreund ist und so richtig weiß, wie man mit Kindern spielt.
Besonders lieben die Beiden den Ziegen und den Schweinestall. Tagsüber sind ja Toni (s.o.) und die Ziegen draußen, also kann man vortrefflich im Stall spielen und abends riecht man dann ganz toll nach den besten Parfüms, die man ohne Geld kaufen kann. Das ist insofern für uns recht “angenehm”, da die Kleinen ja alle noch bei uns im Haus schlafen, weil es nachts immer noch sehr kalt ist. Wir machen also zurzeit die Erfahrung wie es wäre, wenn wir in einem kombinierten Ziegen-/Schweinestall wohnen würden. Es ist ein Traum.... und wenn jemand mal zu einem anderen sagt, es sähe bei ihm aus wie in einem Schweinstall, dann soll er uns erst mal besuchen. Bei uns sieht es zwar nicht so aus, aber dafür riecht es jeden Abend so. Trotzdem wollen wir den Beiden und ihren 4 Kollegen den Spaß nicht verderben und wenn man gut lüftet, geht es auch. Die Beiden sind zusammen mit ihren Kollegen der echte Sechserpack und was der Hit ist: sie lieben immer noch die Katzen und die Katzen lieben sie. Damit haben wir auf jeden Fall schon mal keine Katzenjäger großgezogen und das ist enormer Vorteil.






11.04.07
Die Ausflüge der Beiden werden immer umfangreicher und weitläufiger. Sie kennen jetzt sogar schon den Nachbarn!!! Dazu muss man wissen, dass ein Nachbar hier auf dem Land nicht wirklich ein Nachbar im deutschen Sinne ist, sondern eine ganze Ecke weiter weg wohnt. Wann immer das große Tor offen ist, weil z.B. Johannes und Johnny mit dem Traktor raus und rein fahren müssen, sind die Beiden zur Stelle und rennen was das Zeug hält. Nun muss man wissen, dass auch innerhalb des Tores einige Hektar Land für die Hunde zur Verfügung stehen..... naja jedenfalls haben die Beiden den Nachbarn besucht. Der war aber leider nicht zuhause und so gab es da nix Interessantes zu entdecken. Als Carola dann nach ihnen rief, dauerte es nicht lange und sie kamen auch schon angerannt. Sie hören schon perfekt, allerdings vorwiegend auf Carola, die sich ja als staatl. geprüfte Hundemutter am meisten um die Beiden kümmert und sehr viel mit ihnen spielt und ihnen wichtige Dinge beibringt.
Zusammen mit ihren engsten Freunden, den 4 Glückspilzen machen sie die Welt unsicher. Unserem Schwein Toni kommt das auch zugute, denn der ist zum besten Spielkameraden des Sechserpacks geworden. Für Schweine ist es ja auch immer sehr wichtig, dass sie Beschäftigung und Abwechslung haben, da es ihnen ansonsten schnell langweilig wird. Langeweile ist für ein Schwein ganz schlimm, sie werden dann krank und auch aggressiv. Da Toni aber den ganzen Tag mit den Hunden toben kann und auch sonst recht viel Unsinn machen darf, ist das kein Problem. Mittlerweile ist er zum Ersatzvater geworden und beweist unglaublich viel Geduld.
Nach ausgiebigem Toben wird dann eine Ruhepause eingelegt und alle 6 Welpen schlafen zusammen auf ihrem Lieblingsplatz.






19.11.07
Endlich haben wir es geschafft und schon mal eine Patin für Kristi gefunden, die nun den Spitznamen Crissy trägt, wohl weil ihr Fell so “grisselig” ist, wie man in Köln sagt. Tamara Berger aus Erkrath hat sich der kleinen Maus angenommen und unterstützt sie nun nach Kräften. Wir bedanken uns herzlichst!!! Mehr Info´s zu Crissy finden sich hier, denn sie hat jetzt eine eigene Seite
08.06.08
Kelly freut sich auf ein eigenes Zuhause, denn Kelly zieht es Ende Juni nach Derendorf zu dem pensionierten Ehepaar Herr und Frau van der Wielen, die mit der achtjährigen Schnauzerdame Fiene schon Kelly sehnsüchtig erwarten.
Kelly wurde 2006 gemeinsam mit ihrer Schwester Chrissy neben einer Mülltonne von einer Bankerin ausgesetzt und bei uns wurden beide mit der Flasche groß gezogen. Auch Herr Van der Wielen war Banker und so manchmal staunt man doch, wie sich Dinge so zusammenfügen.
Kelly lebte im Rudel, aber zuletzt spielte sie mit Marla und Jennifer Babysitterin für unsere Fünf Helden. Kelly war im Rudel nicht die stärkste Persönlichkeit und wir beobachteten, dass sie sich mehr und mehr vom Rudelgeschehen zurückzog und unglücklich war. Für uns ein Grund sie aus dem Rudel zu nehmen damit sie wieder fröhlich umher wetzen konnte.
Nun hat Kelly das große Glück eine eigene kleine Familie mit ganz viel Zeit zu bekommen und wird noch viel von der großen Welt kennen lernen, denn demnächst wird sie immer mit auf Reisen gehen und in den besten Hotels wohnen.
Kristi (die wir alle Crissy nennen), hat leider Pech mit ihrer Patin gehabt. Seit Monaten wurden keine Beiträge mehr bezahlt und auch auf Anrufe und Mails reagiert die Patin nicht. Schade..... nun sucht Crissy eben wieder eine Patin oder auch ein liebevolles Zuhause. Mehr über sie erfährt man auf ihrer eigenen Seite.

07.07.08
Kelly´s Vermittlung hat sich leider auch zerschlagen, da die neuen Besitzer nun doch nicht bis September warten wollten, wir aber auch nicht mit Flugpaten die Zeit verkürzen wollten. Gerade Kelly ist ein etwas unsicherer Hund und würde bei einem Flug mit fremden Menschen definitiv nicht glücklich sein und sicher auch mit einem Trauma ankommen. So suchen wir wieder neue Besitzer, die Kelly bei uns dann auch abholen. Dieses Konzept hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt und ist gerade für schüchterne Hunde optimal, denn sie können sich in ihrer gewohnten Umgebung an die neuen Menschen gewöhnen. Mehr Info´s zur Vermittlung finden Sie ->HIER und Kontakt zu uns bekommen Sie per ->MAIL

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