Der Bau einer Mutter/Kindstation ist immer mehr zu einem dringenden Erfordernis geworden, nachdem nun auch mehr und mehr schwangere Hündinnen zu uns kommen. In der Vergangenheit kamen immer nur Welpen aus dem Müllsack zu uns, die keine Mutter mehr hatten. Mittlerweile jedoch haben uns auch die Hundemütter entdeckt, wie aktuell die kleine Bica, die immerhin 10 gesunde Welpen hier zur Welt gebracht hat. Eine Mutter mit 10 Welpen in Privaträumen zu halten ist in vielerlei Hinsicht ein Problem, insbesondere weil die portugiesischen Straßenhunde ein extremes Freiheitsbedürfnis haben und nicht gerne in Wohnungen leben. Dennoch benötigen sie eine geschützte, einigermaßen warme (und im Sommer kühle) Umgebung, in der die Babys gut wachsen und gedeihen können. Im aktuellen Fall haben wir sie natürlich im Privathaus aufgenommen, aber die Zerstörung von Möbeln und Kabeln war unvermeidlich. Andererseits war es für Bica auch beklemmend, nicht nach draußen zu können, wann immer sie es wollte, denn sie war abhängig von uns und wir arbeiten natürlich tagsüber draußen und können nicht immer bei ihr sein. Daher möchten wir diese Station bauen, indem Hundemütter und Welpen artgerecht leben können und trotzdem beschützt und betreut sind.
Bald wird auch die kleine Nicki ihre Kinder bei uns bekommen und auch sie sollte eine entsprechende Unterkunft bekommen. Dieses Konzept, schwangere Hündinnen aufzunehmen, wollen wir auch in Zukunft mit Nachdruck verfolgen, denn wir lehnen es grundsätzlich ab, Hündinnen im hoch schwangeren Zustand zu sterilisieren, was ja letztlich einer Abtreibung gleichkommt. Leider ist dies hier in Portugal üblich und man kann dem nur begegnen, indem man sich um die “werdende Mütter” kümmert und natürlich anschließend auch um den Nachwuchs.
Die Mutter-/Kindstation besteht aus einem gut isolierten Haus, das Sommer wie Winter angenehme Bedingungen für Hundekinder liefert. Es liegt in einem eingegrenzten Bereich von ca. 60 qm. Die Einfriedung werden wir durch eine ca. 50 cm hohe Mauer realisieren, auf die dann noch ein Zaun gesetzt wird. Die Türe wird erst oberhalb der Mauer angesetzt und kann dann auch geöffnet bleiben. Auf diese Weise kann sich die Mutter nach Belieben völlig frei bewegen, so wie alle anderen Hunde hier auf der Quinta. Sie kann mit den Anderen spielen und sich dabei gleich ins Rudel integrieren. Die Welpen bleiben innerhalb der Einfriedung solange sie die Mauer noch nicht überwinden können. Werden sie dann größer und kletterfreudiger, können sie ebenfalls den Bereich verlassen und sich langsam in das Rudel integrieren, wobei sie immer unter dem Schutz der Mutter stehen. Die Familie hat damit immer einen Rückzugsraum und kann diesen nach Belieben aufsuchen, ohne wirklich eingesperrt zu sein. Die Erfahrung hat gelehrt, dass das Rudel instinktiv weiß, wie mit Welpen und deren Müttern umzugehen ist. Konflikte sind damit ausgeschlossen und hat es auch noch nie gegeben.
Wir konnten beobachten, dass Hundemütter bereits nach gut einer Woche nicht mehr 24 Stunden bei den Babys bleiben wollen. Es wird ihnen zu langweilig und sie sind häufig genervt. Unser o.a. Konzept trägt dem Rechnung und bietet den Müttern Abwechslung und die Freiheit, sich so um ihre Kinder zu kümmern, wie sie es für richtig halten.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns mit einer zweckgebundenen Spende zu einer raschen Umsetzung dieses so wichtigen Projektes verhelfen würden. Vielen Dank schon im Voraus.

powered by Spikinet Lda. 2006/2008 - Impressum - aktualisiert: 20.04.2008
