




05.10.08
Oddy wurde am Samstag dem 27.09.08 auf der Quinta aufgenommen. Man hatte ihn an einer Mülltonne angebunden und ist davon ausgegangen, dass er dann schon von selbst stirbt bzw. unter die Räder kommt. Unser Futterlieferant wusste natürlich sofort, an wen er sich wenden musste und da er von unserem Projekt sehr überzeugt ist und uns auch permanent durch niedrige Preise und Geschenke unterstützt, rief er sofort an.
Sarah brachte den süßen Oddy dann auch gleich in die Klinik zu Dra. Heike Rauterberg und dort wurde er geröntgt. Er hat sehr schlimme Spondylose. Dies ist ein Sammelbegriff für degenerative Veränderungen an Wirbelkörpern (und Intervertebralräumen) die sich röntgenologisch als Unregelmäßigkeiten (z.B. Zacken, Erhebungen oder Randwülste) darstellen. Daher hat er sehr viele Schmerzen und kann sehr schlecht aufstehen.
Er nimmt zurzeit Medikamente gegen die Schmerzen, nämlich Rymadil, einen Entzündungs- und Schmerzhemmer, der aber noch nicht sehr viel hilft.
Physiotherapeutisch kann man wohl auch sehr viel machen, die Details müssen wir jedoch erst einmal testen und mit einem Spezialisten besprechen. Insgesamt gesehen hat Oddy Schmerzen vor allem beim Aufstehen und sich hinlegen und wir wollen ihm auf jeden Fall mit allen Mitteln helfen. Unsere Ärztin hat ihn auch auf Herzwurm, Leishmaniose und Eerlichiose getestet alles war negativ, was will man mehr!!!
Sein Alter beträgt wohl zwischen 6 und 8 Jahren, obwohl er von seinem Wesen und seinem Charakter jünger wirkt. Er ist sehr verträglich und ein Schmuser, nur wenn er starke Schmerzen hat, schnappt er schon mal, wenn man ihm beim Aufstehen helfen will.
Wir haben Oddy nun ein eigenes Gehege gebaut, wo er einerseits Ruhe hat, dennoch nicht isoliert ist und vor allem problemlos aufstehen und sich hinlegen kann. Die Krankenstation war nicht so geeignet, da diese einen glatten Laminatboden hat. Dies ist für die Hygiene wichtig, für Oddy aber nicht ideal.
Nun gilt es die geeignete Medikation incl. Physiotherapeutische Behandlung zu finden und dann kann Oddy noch ein schönes und erfülltes Leben haben.
03.11.08
Seit gut vier Wochen lebe ich nun hier auf der Quinta. Ich kann mich nicht beklagen, zumindest versorgungstechnisch nicht. Elena, die sich sehr um mich bemüht und seit einigen Tagen mit mir spazieren geht, versteht mich sehr gut. Wenn ich an irgendwelchen Gräsern stehen bleibe um zu schnuffeln, hat sie eine Engelsgeduld und wartet auch, wenn ich mal nicht so laufen kann, wie ich es möchte. Oft hilft sie mir beim laufen, denn meine Muskulatur ist vor allen Dingen im Bereich meiner Hinterhand sehr sehr schwach. Meine Spondolyose ist auch mit Schmerzmitteln, die ich ebenfalls von Elena bekomme, manchmal sehr unangenehm und dann traue ich mich gar nicht zu laufen, weil die Schmerzen so groß sind.
Meine Bisswunden, die ich mit hierher brachte sind nun gute verheilt, auch dank Elena!!! Ich habe jetzt auch eine nette Patin, die mich finanziell unterstützt, damit ich weiterhin mein gutes Futter fressen kann und auch meine tägliche Medizin bekomme, ohne die ich wohl nie mehr auskommen werde.
Ich möchte mich jetzt mal ganz doll mit einem Nasenschleck bei Myriam Blasius meiner Patentante bedanken und auf diesem Weg auch bei Elena, die mein Revier sauber hält, mich füttert, mir meine notwendigen Medikamente tagtäglich verabreicht, mit mir spazieren geht und die die beste „Krankenpflegerin“ ist, die die Quinta je hatte, sagen jedenfalls auch Johannes und Karin!!!



16.02.09
Heute an einem sonnigen Tag, ist es mir danach, von mir und meinem Leben auf der Quinta zu berichten, auf der ich ja seit Oktober 2008 meine Zelte aufgeschlagen habe.
In der Anfangszeit ging Elena noch mit mir spazieren, so wie ich eben konnte, aber die Pausen die ich benötigte und das Berg auf und Berg ab laufen schwächte mich schon sehr. So lief ich dann meine Runden so wie ich wollte, alleine im Innenhof und kam damit auch viel besser zurecht. Der Winter und die kalte Feuchtigkeit sorgten bei mir für herbe Schmerzen in den Gelenken, obgleich ich ja schon Medikamente gegen Gelenkschmerzen und sehr gut schmeckendes Spezialfutter bekam. Immer häufiger jedoch rutschte ich aus, stolperte, fiel einfach um und verletzte mich auch manchmal dabei.
Johannes kaufte mir eine Hütte, weil die Alte ein höheren Einstieg hatte und stellte sie in meinem Revier auf. Ich war mächtig stolz, eine so tolle Hütte zu haben, die mit reichlich warmen Decken ausgestattet wurde. Ich hatte es warm und trocken und war sehr zufrieden. Nun passierte es aber, dass es immer mal wieder heftig anfing zu regnen, ich in meine Hütte wollte aber nicht mehr hoch kam. Immer musste ich auf schnelle Hilfe der Zweibeiner warten, die mich dann mit Maulkorb, weil ich vor Schmerz und Angst um mich biss, hoch hieften und mich beim Laufen stützend in meine Hütte brachten.
Mein Futter bekam ich dann auch in der Hütte serviert, aber oft mochte ich gar nichts essen, denn trotz der Schmerzmittel ging es mir echt schlecht. Mir ging es so schlecht, dass ich nur noch geschlafen habe und nichts mehr, selbst das Dosenfutter nicht mehr anrühren wollte.
Ich spürte, dass die Menschen hier besorgt, traurig und hilflos bei meinem Anblick waren und eines morgens waren sie sehr sehr traurig, denn der dritte Tag brach an, an dem ich nichts essen und auch nichts trinken wollte.
Noch bevor die Tierärztin kam, um mich zu untersuchen und um vielleicht meinem Leben ein Ende zumachen, welches derzeit wirklich qualvoll für mich war, raffte ich mich auf. Ich zeigte Johannes und Karin, dass mein Leben noch lange nicht zu Ende sein wird und lief durch mein Revier. Ich musste ihnen beweisen und zeigen, dass ich noch leben wollte und habe das auch überzeugend rüber bringen können. Meine ganz Kraft nahm ich zusammen und ließ den Kämpfer heraus, der in mir steckt und mein Wille war ungemein stark.
Für mich war es fünf vor zwölf, wie man so schön sagt, denn die Tierärztin kam mit Sarah zu dieser Zeit auf den Hof gefahren. Klar ging es mir schlecht aber …. ich bekam die Chance weiter zu leben, wurde untersucht und die Tierärztin nahm mich mit in ihre Klinik. Ich unterzog mich ein paar Untersuchungen, blieb drei Nächte in der Praxis und fühlte mich trotz des Arztgeruches wohl, warm und sicher aufgehoben.
Ich kam dann mit einem komplett neuen Medikamentenplan wieder auf die Quinta und bezog Clara’s Zimmer in der Krankenstation, welches nun frei war, nachdem auch die beiden Bommels wieder gesund waren. Es war toll in ihrer speziellen Kiste schlafen zu dürfen und es war toll einen so großen Raum für mich alleine zu haben. Johannes kaufte mir noch Anti Rutsch Matten, so dass ich sogar ohne zu rutschen aufstehen konnte, wenn es mir danach war, um etwas zu laufen. Ich bekam auch einen Luftrockner in mein Zimmer, der auch Wärme abgibt.
Die anschließenden Tage verbrachte ich nur in meinem Zimmer weil es regnete. Ich schlief viel und nahm meine Medikamente mehr schlecht als recht. Wenn ich keine Medikamente nehmen wollte, die ja immer noch in meinem Spezialdosenfutter versteckt wurden, stopften Elena und auch Karin mir einfach die Medikamente mit etwas Dosenfleisch in die Backentasche. Es gab keine Chance. Ich musste alles schlucken, ob ich wollte oder nicht. Noch immer schlafe ich viel und manchmal so tief, dass ich meinen Besuch der Zweibeiner gar nicht mit bekomme. Es bemühen sich hier alle um mich und im Moment, bin ich der wirklich verwöhnteste Patient, um den sich alles dreht.
Natürlich genieße ich die Zuwendung ungemein, aber am meisten genieße ich seit drei Tagen wieder die Sonne mit ihren warmen Strahlen, die Zwerge und Bommels im Innenhof und meine Touren auf dem Gelände, welches am Pferdestall so gut riecht. Der erste Gang vor drei Tagen, nach einigen Tagen Stubenarrest führte mich schnurstracks zur Terrasse. Ich wollte zu Clara, nachdem ich ihre süßen Zwerge schon begrüßt hatte. Leider war Clara nicht mehr zu erschnuppern. Sie war weg. Ich wusste es ja schon von den Zwergen aber…wer glaubt denn so halbwüchsigen kleinen Plattnasen schon und wer weiß dachte ich mir, wollten sie nur einen Scherz mit mir machen. Nun…Clara war wirklich nicht mehr da und so schloss ich Freundschaft mit Hanna, der ich mich ganz Gentleman like vorstellte. Gut…sie kann bei weitem Clara nicht das Wasser reichen, ist aber auch eine hübsche Maus. Clara hinterließ mir ihre kuscheligen Decken auf denen ich nachts immer selig schlafe.
Im Innenhof laufe ich sehr viel und gestern verfolgte ich Rosa sogar im Trab. Dazu brauchte ich meine ganze Konzentration und sehr viel Willen , damit meine Beine nicht durcheinander geraten aber…es hat geklappt und höhö…die Rosa hat ihre Pfoten ganz schön schnell bewegen müssen, um mir zu entkommen. Ich mag Rosa nicht. Sie ist die einzigste, gegen die ich eine Aversion habe. Eine so große, dass ich sogar ganz gefährlich meine Zähne fletsche und knurre, wenn sie in meiner Nähe ist. Warum das so ist weiß ich selber nicht.
Nachmittags vor dem Füttern der anderen Hunde, komme ich dann wieder in mein Zimmer. Mittlerweile brauchen Johannes und Karin mir auch keinen Maulkorb mehr umlegen, wenn sie mich hoch hiefen oder mich beim Laufen zur Krankenstation unterstützen, wenn ich mal etwas wackelig auf den Beinen bin. Ich habe Vertrauen zu ihnen gefasst und stützende Berührungen, bei den zwei Stufen, um in die Krankenstation zu kommen, wenn mich meine Kräfte verlassen, akzeptiere ich nun. Auch wenn die Beiden mir hoch helfen, schnappe ich nicht mehr.
Ich habe Vertrauen gefasst und freue mich, dass sich alle sehr um mich bemühen. Ich habe im Leben nie im Mittelpunkt gestanden, war nie etwas wert und erfahre hier Fürsorge, liebe und würdevolle Tage, die ich noch lange genießen möchte.
Johannes hat mir sogar auch ein Radio spendiert. Dabei kann man herrlich einschlafen und überhört das monotone Geräusch des Lufttrockners. Nachts, meistens um Mitternacht herum kommt Karin, verabreicht mir meine letzten Medikamente, bietet mir Dosenfleisch an und füttert mich dann aus der Hand mit Trockenfutter. Das dauert so seine Zeit, denn ich genieße die Gesellschaft sehr und lasse es mir richtig und ganz ganz langsam munden. Wenn ich nicht mehr essen mag, streichelt sie mich und redet mit mir, bis dann Johannes kommt. Der hält mir dann noch mal den Wassernapf hin und von Johannes bekomme ich dann immer noch eine tolle Massage am Kopf. Selbst Karin ist noch nie in den Genuss einer solchen Kopfmassage gekommen und das heißt ja schon was….Hihi
Johannes und ich halten dann Männerzwiegespräche und das tolle an Karin ist, sie lässt uns dabei ganz alleine. Sie kümmert sich dann noch um Oma Leica, Opa Caniche und Spiki im großen Nebenraum.
Ich bin sehr glücklich und meine Augen strahlen, wenn ich höre (ja man sagt mir alles) das es sooo viele Menschen da draußen gibt, die wirklich an meinem Schicksal Anteil nehmen. So zum Beispiel sind einige Spenden von fremden sowie auch von uns bekannten Leuten wie Ruth Finkenmeier und Alexandra Wernsmann eingegangen. Auch habe ich eine weitere Patentante bekommen. Sie heißt Nicole Becker und war zuvor die Patentante von Clara. Nun unterstützt sie mich auch zusammen mit ihren beiden Kindern, denn ich benötige sehr viele verschiedene kostspielige Medikamente und auch Spezialfutter in Form von Trockenfutter und auch Dosenfutter.
Nicole und ihre Familie lernt mich ganz sicher im Urlaub hier kennen und ich freue mich schon jetzt auf ihren Besuch. Dann zeige ich ihr wie toll ich laufen kann und vielleicht hat sie ja auch ganz viel Zeit, um mir ein paar Nachmittage zu verschönern. Einfach mit mir in der Sonne sitzen, mich streicheln, mit mir reden oder einfach nur die Zeit mit mir ganz still zu genießen würde ich mir sehr wünschen!!
Ich möchte mich, sowie Johannes und Karin möchten sich auch und vor allen Dingen bei Barbara Kubus - Patin von Jessy bedanken, die es möglich machte mit einer Tierkommunikatorin Kontakt aufzunehmen. Wer sich für Einzelheiten aus meinem Leben oder dem Ergebnis der Tierkommunikation interessiert, schreibt am besten eine E-Mail an info@spikinet.de
Freudiger Nasenschleck
Oddy





Wir danken allen Paten und Spendern, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass Oddy hier noch eine sehr schöne Zeit ohne Leid und mit viel Lebensfreude verbringen konnte.
|
Datum |
Kostenart |
Betrag |
|
09.02.2009 |
Tierarztrechnung incl. stationärer Behandlung und Medikamenten |
405,40€ |
|
09.02.2009 |
Rechnung spezielles Dosenfutter |
63,75€ |
|
09.02.2009 |
Rechnung spezielles Trockenfutter |
85,50€ |
|
09.02.2009 |
Rechnung Gummimatten |
43,00€ |
|
13.02.2009 |
Rechnung Medikamente |
73,80€ |
|
02.04.2009 |
Rechnung Medikamente |
65,80€ |
|
06.05.2009 |
Rechnung Medikamente |
165,70€ |
|
03.06.2009 |
Rechnung Medikamente |
179.-€ |
|
08.07.2009 |
Rechnung Medikamente |
179.-€ |
|
03.08.2009 |
Rechnung Medikamente |
167,30€ |
|
16.08.2009 |
aktueller Stand der Kosten ab Februar 2009 |
1.428,25€ |
|
Datum |
Spendenart |
Betrag |
|
02.02.2009 |
Ruth Finkemeier |
140.-€ |
|
09.02.2009 |
Alexandra Wernsmann |
75.-€ |
|
Februar 2009 |
Patenschaft Nicole Becker mit Kindern |
30.-€ |
|
Februar 2009 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
09.03.09 |
Anja Paul |
250.-€ |
|
13.03.09 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
11.03.09 |
Patenschaft Nicole Becker mit Kindern |
30.-€ |
|
06.04.09 |
Patenschaft Nicole Becker mit Kindern |
30.-€ |
|
14.04.09 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
18.05.09 |
Patenschaft Nicole Becker mit Kindern |
30.-€ |
|
18.05.09 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
08.06.09 |
Patenschaft Nicole Becker mit Kindern |
30.-€ |
|
12.06.09 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
02.07.09 |
Patenschaft Nicole Becker mit Kindern |
30.-€ |
|
14.07.09 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
14.08.09 |
Patenschaft Myriam Blasius |
10.-€ |
|
16.08.2009 |
aktueller Stand der Spenden |
705.-€ |
|
16.08.2009 |
aktuelles Defizit |
723,25€ |
06.04.09
Heute melde ich mich nach acht Wochen wieder, in denen sehr viel passiert ist. So musste ich Abschied nehmen von meinen geliebten Zwergen, die ich sehr vermisse. Auch Johannes und Karin waren zwischenzeitlich lange Zeit weg, um einige Gumminasen nach Deutschland zu fahren. Beide hatten sich zwar bei mir abgemeldet aber die zwei, vor allen Dingen Johannes fehlte mir am Abend schon sehr, weil ich doch immer eine tolle Kopfmassage von ihm bekomme. Na … und die Karin kommt morgens und nachts mit lieben Worten, und mittlerweile lecker schmeckendem Dosenfutter, um mir meine wichtigen Tabletten zu verabreichen, ohne die ich nicht so fit wäre wie ich jetzt bin.
Die Zeit ohne meine besten zweibeinigen Freunde wurde mir arg lang und die Versorgung war nicht so ganz optimal, wie ich es gewöhnt war, aber nun ist alles wieder im grünem Bereich und ich bin wieder psychisch stabil und habe die Ängstlichkeit auch wieder abgelegt. Das Einfühlungsvermögen der damals anwesenden Praktikantin ließ eben zu wünschen übrig …. Mögen sie im Alter eine ebenfalls so gleichgültige Krankenschwester haben und in ihren Extrementen dahin siechen… Das wäre die ausgleichende Gerechtigkeit aber nun …. ist die Welt wieder in Ordnung. Die, die hier nicht hin gehören mussten gehen und ich fühle mich wieder sicher und geborgen.
Ich bin extrem stabil, stark und guter Dinge. Mit den Strolchen habe ich wieder neue Welpen, die mir im Nu an’s Herz gewachsen sind. Es ist eine tolle und verantwortungsvolle Aufgabe für mich, die kleinen Racker zu beaufsichtigen und es macht Freude ihnen beim spielen und Unsinn machen zuzuschauen. Die Strolche haben den Schalk im Nacken und erfreuen mich sehr!!
Das Wetter spielt auch eine wichtige Rolle für meinen guten Gesundheitszustand, denn Wärme tut meinen kranken Knochen richtig gut. So döse ich auch viel und halte meine Schläfchen im Innenhof, während mich die Sonnenstrahlen schön wärmen. Manchmal stelle ich die Haare dabei hoch und fühle mich richtig wohl dabei.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei Elke Stoll für die vielen Dosen (ganze Paletten) Spezialdosenfutter und mein Spezial- Trockenfutter bedanken!!! Auch gilt mein Dank an die vielen Spender, die unten aufgelistet sind!!
Ein dicker Nasenschleck an alle, die mich so toll unterstützen und schon mal frohe Ostern!!!
Euer Oddy!!!!





16.08.2009
Hallo da draußen an alle Leser,
ich dachte es wäre wieder mal an der Zeit von mir zu berichten. Der Sommer macht mir etwas zu schaffen, denn die extreme Hitze ist nichts für alternde Rüden und mein Gesundheitszustand leidet unter diesen Temperaturen wirklich sehr. Da hilft es auch nichts, dass ich nasse Handtücher über geworfen bekomme und auch die kalten Waschlappen auf der Stirn lassen es mich nicht besser ergehen. Ich kämpfe aber dennoch täglich mit mir und meinem Bewegungsdrang, der sich stark erhöht, wenn ich meine Freundin Clara sehe oder die Sternchen Coco und Diana. Drei reizende Gumminasen, die mir das leben hier bereichern, denn immer wenn ich die drei sehe, fange ich an zu lachen, freue mich und vergesse auch für einige Momente, dass ich schon ein alter Kerl bin.
Ich genieße meine Tage, melde mich wenn ich nicht mehr aufstehen kann um meine Geschäfte zu verrichten und dann werde ich eben hoch geholfen, verrichte meine Geschäfte und lege mich über Tag wieder in die kühle Menina Hütte. Dort steht auch ein extra Wassernapf für mich und dort seniere ich über mein leben hier und das Leben was ich schon hinter mich gebracht habe. Ich habe etwas abgenommen und auch Zeiten an denen ich viel jaule. Die Menschen hier machen sich dann Sorgen um mich und kümmern sich dann noch mehr. Leider ist mein Radio abends nicht mehr an, weil die Stromversorgung meiner Steckdose nicht funktioniert aber damit kann ich leben, denn früher hatte ich nicht mal eine Hütte, geschweige denn ein eigenes Zimmer, eigenes essen und ein Bettchen mit Kuscheldecken. Von den Jill’s *Nasenschleck von hier an mein Kind Jill* habe ich noch eine ganze Dose Tabletten bekommen, die für meinen Bewegungsapperat nützlich sind. Der kleinen Luna gebe ich auch welche davon ab, denn die süße ist ja mit ihrem operierten Bein auch gut damit bedient, wenn sich Knochen und Gelenkknorpel so schnell wie möglich wieder bilden.
Höhö…aber…wer hätte gedacht, dass ich eine MEINER Patenfamilien mal lebhaft kennen lerne!! In dieser Woche war es aber so weit und Familie Becker kam aus Deutschland angereist um hier auf der Quinta etwas Urlaub zu machen und um mich zu besuchen!! Gleich am Montagnachmittag lernten sie mich kennen. Ich lag ganz relaxt mit sauber gewaschenem Halstuch bei Menina in der kühlen Hütte und zwinkerte Nicole, den Kindern Niklas und Kaja zu. Die drei gingen auch mit in die Krankenstation und beobachteten wie mir mein Verband abgenommen wurde, was mir schon ein bisschen peinlich war. Ich falle immer öfter hin und rutsche dann auf meinem Gesäß über den Boden, um wieder aufzustehen. Dabei scheuer ich mir immer meine Rute wund und manchmal blutig. Deswegen bekomme ich jeden morgen einen Rutenverband. Meine Patenfamilie hat für mich genau die richtigen Dinge mitgebracht, die ich jeden Tag benötige! Nämlich 200 Mullkompressen, 6 blaue Co Flex- Bandagen, 6 Rolta Wattebinden und für die Gute Nacht Runde 12 Büffelhautknochen und 15 Knabberohren, die ich ja liebe! Lieber Nasenschleck dafür an Euch!!
Naja…ich hätte mich lieber agiler vorgestellt aber….ich bin nun mal schon ein alter verknöcherter weiser Rüde, der hier einfach nur noch seinen Lebensabend genießen will, soweit es eben geht, denn im Moment geht es mir nicht so gut aber ich bin auch schon wieder auf dem Weg der Besserung!
Nasenschleck an alle
Oddy

17.08.09
Gegen 17:10H hat unser lieber Oddy beschlossen, in die andere Welt hinüber zu wechseln. Er hatte sich noch einen wirklich schönen Tag gemacht und sich bei allen Hunden verabschiedet. Er konnte gestern schon sehr gut laufen und heute noch viel besser. Es ging ihm wirklich blendend und da das Wetter passend war, ließen wir ihn auch – gottseidank – den ganzen Tag im Innenhof. Er spielte noch mit den Sternchen, versöhnte sich mit Rosa, die sogar bei ihm in der kühlen Meninahütte lag, sah der hübschen Clara ein letztes Mal auf den sexy Po und lachte den ganzen Tag. Seine Augen waren klar und freudig und Omi hat noch ganz viele Fotos von ihm gemacht, ohne zu wissen, dass er seine Abschiedsrunden drehte.



Oddy hatte einen friedlichen Übergang in die andere Welt und zwar genauso, wie er es wollte und wie es ihm am leichtesten fiel. Am Abend dann gingen Omi, Ronald und ich ins Tal, um ihm ein schönes Grab auf unserem Friedhof zu bereiten und eine würdige Beerdigung zu gestalten. Wir beerdigten ihn mit der Decke, die Jill ihm geschenkt hatte und seinem Lieblingskuscheltier, einem Pinguin, der einmal meiner verstorbenen Mutter gehört hatte. Diesen Pinguin liebte Oddy genauso, wie meine Mutter ihn geliebt hatte. Zum Sonnenuntergang in der heraufziehenden Dunkelheit waren wir soweit und legten ihn in sein Grab. Es war die richtige Zeit, denn genau dann kann eine Seele ganz leicht und harmonisch in die andere Welt gleiten und deswegen wohl hatte Oddy sich diese Zeit ausgesucht. Er wusste, dass ich das weiß und dass wir ihn dann auch sofort beerdigen würden. Den Kopf nach Westen und die Beine zur Quinta gerichtet liegt er nun in seiner letzten Ruhestätte. Sein Grab ist komplett mit frischen Weinblättern ausgelegt. Sie sind für uns ein Glückssymbol und das Symbol von Fülle und innerem Reichtum. Das war es auch, was Oddy hier jederzeit ausgestrahlt hat: innere Erfülltheit und innerer Reichtum. Er hatte genau das, was wir Menschen uns doch so oft wünschen.
Kurz nach 17:00H dann legte er sich einfach etwas abseits hin und schlief friedlich und glücklich ein. Sein Gesicht war total zufrieden. Man kann das kaum glauben, aber es war genauso und nicht anders. Gestern Abend bereits war er außergewöhnlich gut gelaunt und lief in seinem Zimmer umher, als wir zur Gute Nachtrunde kamen. Seine Medikamente nahm er problemlos, er aß und trank wie in besten Zeiten und noch heute Morgen hatte ich die Dra. Sofia angerufen, um ihr zu berichten, wie gut es ihm geht und wie glücklich er ist. .

Die Leichtigkeit des Eukalyptus, die Lebensbejahung der Zistrosen (die auch die negativen Geister abhalten) und die Früchte des Erdbeerbaums (die von jeglichem körperlichen Leid befreien) bildeten in Form eines Straußes den Abschluss oben auf seinem Grab und diese Pflanzen begleiteten seine Seele in die andere Welt. Wir fügten noch jeder einen Quarzkristall hinzu und auch die Sternchen legten einen Kristall auf Oddy´s Grab, denn insbesondere Coco hatte ihn sehr geliebt.
So konnte er dann mit der Dunkelheit auch friedlich von der Quinta gehen, begleitet von unseren Gedanken und Gebeten.
Oddy hatte fast ein Jahr bei uns gelebt und obwohl er eigentlich für einen würdigen Tod innerhalb von wenigen Wochen gekommen war, erholte er sich noch so gut, dass er ein schönes Jahr hier hatte. Alle liebten ihn und sahen in ihm etwas Besonderes. Insbesondere unsere Welpen fuhren total auf ihn ab und er auf sie. Mit Rosa hatte er so seine Probleme, denn er mochte sie lange Zeit nicht, obwohl sie ihm nie was getan hatte und ja auch noch ein Kind war. In letzter Zeit hatte sich das gebessert und just heute gab es eine ganz große Versöhnung. Rosa war sehr betroffen von seinem Tod und war bei der Beerdigung dabei. Sie verabschiedete sich am Grab von ihm und sah immer wieder fassungslos hinein. Irgendwie konnte sie es nicht begreifen, nachdem sie doch gerade heute mit ihm so einen schönen Tag gehabt hatte.
Oddy hat einen ganz großen Platz in unseren Herzen und in den Herzen aller Hunde hier. Er hat uns unglaublich viel Freude gebracht und er hat uns vorgelebt, was Mut und innere Kraft bedeuten. Er hatte seine Spondoliose und dennoch gab er sich nie auf. Immer wieder nahm er seine Kraft zusammen und nahm aktiv am Leben der Quinta teil. Er wollte teilnehmen und er wollte vor allem kein Mitleid.
Er war der Hund, der mir sehr viel beigebracht hat, denn ich habe von ihm gelernt, was positive Lebenshaltung bedeutet und dass Bedauern das Falscheste ist, was man für einen kranken Hund tun kann. Ich habe auch von ihm gelernt, einfach meinen Weg zu gehen und nicht auf das zu schauen, was Andere von mir erwarten. Er hat mir gezeigt, dass ich mich jedem Druck widersetzen soll und nur auf meine innere Stimme und meine Intuition vertrauen soll. Zwei Mal wollte man mich dazu bewegen das zu tun, was ich eh so gut wie nie tue und egal wie heftig das auch war, habe ich mich widersetzt, weil ich in seinen Augen lesen konnte und meine Intuition mir den Weg zeigte. Ich bin so dankbar dafür, denn ich hätte es nur falsch machen können. Der Kopf ist unser Feind, das Gefühl und das Herz sind die Wegweiser in unserem Leben und Oddy hat mich darin bestärkt. In Momenten größten Zweifels hat er mir die Kraft gegeben, mir selbst und meinem Weg treu zu bleiben. Das werde ich ihm nie vergessen und dafür werde ich ihm ewig dankbar sein. Ich sehe nun noch klarer, dass unser Weg richtig ist und dass es dazu für uns keine Alternative gibt. Wir sollen für das eintreten und kämpfen, was wir für richtig halten, was unser Herz uns sagt und was wir letztlich fühlen.
Jetzt hat er seinen Frieden, seine Harmonie und seine Aufgabe auf Erden ist erfüllt. Er hat bei uns gelebt, um uns etwas zu lehren und etwas zu zeigen. Ja, Oddy war ein Lehrer und nicht nur in den lustigen Bildern der Bildergalerie. Er war ein weiser Hund und so einem Hund zu begegnen und ihn verstehen zu dürfen, ist ein wahres Geschenk der Natur.
Möge Oddy´s Seele nun weiterwandern auf den Pfaden ihrer Bestimmung, Ruhe und Kraft finden und irgendwann wiedergeboren werden, wenn es für sie bestimmt ist. Das wünschen wir ihm alle von Herzen.
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines.
das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein, war ein Teil von unserem Leben,
drum wird dies eine Blatt allein, uns immer wieder fehlen…
powered by Quinta Eanna Lda. 2006/2009 - Design by Alex Wernsmann - Impressum - Aktualisiert: 17.11.09

