Pasha_01

Sie soll leben trotz ihrer Behinderung, einschläfern darf nicht die Lösung sein!!!

Pasha ist eine ganz süße Maus und auch wenn der Name es nicht vermuten läßt, sie ist ein Mädchen. Sie ist etwa 6-8 Jahre alt und hat an den Hinterbeinen keine Pfoten mehr, abgeschnitten, amputiert, abgefahren... wir wissen es nicht. Sie wurde von einer Tierschützerin auf der Straße gefunden, wo sie aber offenbar schon seit geraumer Zeit gelebt hat. Sie scheint fast blind zu sein, hört dafür aber sehr gut und hat einen ausgeprägt guten Geruchssinn, womit sie die Blindheit wieder kompensiert. Schatten u.ä. kann sie auf jeden Fall erkennen. Sie kam wohl ganz gut klar, denn sie ist gut genährt.

Die uns bekannte Tierschützerin kann den kleinen Hund aber leider nicht über längere Zeit bei sich aufnehmen und müsste ihn daher in absehbarer Zeit einschläfern lassen. Wir wollen das natürlich nicht und haben uns daher mit ihr geeinigt, dass wir ganz schnell ein neues Zuhause für Pasha suchen wollen.

Was Pasha´s Beweglichkeit angeht, so kann man nicht sagen, dass sie sehr schlecht läuft, wenngleich das ja ohne Pfoten ein recht schwieriges Unterfangen ist. Clever ist sie auf jeden Fall und unglaublich verspielt. Sie liebt Kinder, sie liebt andere Hunde und selbst Katzen machen ihr kein Problem. Kuscheln und schmusen sind ganz wichtig für sie. Sie ist wahrhaftig ein problemloser Hund und ist sogar sauber.

Unserer Ansicht nach gibt es weder einen Grund noch eine Rechtfertigung, Pasha einschläfern zu lassen, denn sie genießt das Leben ganz offensichtlich und kommt mit ihrer schweren Behinderung recht gut klar. Sie braucht einfach nur sehr viel Zuwendung und recht viel Liebe, dann ist ihr schon geholfen.

 

12.10.06

Vorerst bleibt Pasha erst mal bei der anderen Tierschützerin und diese hat sich verpflichtet, den Hund sterilisieren und impfen zu lassen, sowie Blut in ein deutsches Labor zu schicken, damit auch alle Tests bzgl. möglicher Krankheiten durchgeführt werden. Somit bekommt der neue Besitzer sozusagen einen komplett “fertigen” Hund, getestet und geimpft sodass diese Probleme erst einmal vom Tisch sind.

Wir haben die Aufgabe, ein neues Zuhause zu finden und das möglichst schnell. Natürlich werden wir für Pasha´s Leben kämpfen und nicht zulassen, dass sie stirbt: wenn Sie uns dabei unterstützen und uns entweder als Pate oder als neuer Besitzer zur Seite stehen, wird unser Kampf sicherlich leichter werden und mit Sicherheit zum Erfolg führen. Wir werden auch versuchen, einige Fotos machen zu dürfen und dann noch mehr von ihr berichten. Also meldet Euch schnellstmöglich, wenn Ihr Pasha in irgendeiner Form helfen könnt.

Lieben Dank schon mal im Voraus.

15.10.06

Es ist geschafft!!! Die kleine Pasha wird leben und hat ein neues Zuhause gefunden. Ganz spontan haben Sabine und Uwe Hartmann sich entschieden, diesem lebenslustigen Hund zu helfen und ihm ein neues Körbchen und/oder Sofa in Deutschland zu geben. Wir sind sehr froh darüber und bedanken uns ganz herzlich!!!

Pasha muss auch nicht fliegen, sondern wird am 29.10.2006 persönlich von Sabine und Uwe abgeholt. Ihre zwei neuen Spielkameraden (1 Hund und 1 Katze) kommen auch gleich mit und so wird Pasha von ihren 4 neuen Freunden in Empfang genommen. Zweifellos wird sie ein lustiges Leben in Deutschland haben, viel Spaß, viel Liebe und viel Freiraum, genauso wie wir es uns für sie gewünscht haben.

19./20/21.10.06

Am 19.10.06 sollte Pasha sterilisiert werden. Doch bereits als unsere Tierärztin Dr. Heike Rautenberg mit der Operation begann tat sich ihr ein unglaubliches Bild auf, von dem selbst sie als erfahrene Ärztin und Chirurgin entsetzt war, denn selbst sie hatte so etwas vorher noch nie gesehen. Pasha hatte ein regelrechtes Loch im Zwerchfell und fast alle Organe hatten sich schon völlig verschoben. Die Leber war wohl stark vergrößert, ein Eierstock völlig hinter anderen Organen verschwunden usw. Heike meinte, dass es ein Wunder gewesen sei, dass sie überhaupt noch gelebt habe und offenbar trotz alledem ein so fröhlicher und verspielter Hund war. Sie hätte wohl nicht mehr lange zu leben gehabt und wäre wohl in den nächsten Wochen - dann wohl aber unter Schmerzen - gestorben. Offenbar hatte sie irgendetwas sehr Schlimmes hinter sich, sei es ein Unfall oder sei es eine Misshandlung, wir wissen es nicht, aber wir sind alle sehr traurig, da sie ja nun so ein tolles Zuhause gefunden hätte. Es ist soooo schade und auch wirklich herzzerreißend traurig. Pasha ist ihren Verletzungen erlegen, denn selbst ihr Herz war irgendwie gequetscht. Außerdem war ihre Gebärmutter kaum zu finden. Vorher allerdings, beim Abhören, schien alles normal zu sein. Es ist wohl einer dieser Fälle, die wir nie verstehen werden und die trotzdem passieren. Pasha hatte aber noch schöne Tage in Geborgenheit und konnte mit Kindern spielen, was sie besonders geliebt hat. Sie war eine geschundene Kreatur, wie wir das hier leider öfter erleben müssen und dennoch hat sie bis zum Schluss ihren Lebensmut nicht verloren, sich nicht aufgegeben, sondern ihr Leben genossen, soweit das möglich war. Wir trauern um sie, ebenso wie Sabine und Uwe, die trotzdem am 29.10.06 zu uns kommen aber Pasha leider nicht mitnehmen können. 


Pasha

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