Sherika
Sherika ist einer von den portugiesischen Fällen, die hier fast alltäglich sind. In Portugal müssen die Tiere immer zu etwas nützlich sein und wenn sie ausgedient haben, dann werden sie meistens auf schlimmste Art misshandelt und gequält. SheriKa war ein typischer Jagdhund der es nicht anders kannte als zu jagen und ansonsten mitten auf der Strasse zu liegen, wo er meistens nicht wegging, selbst wenn ein Auto kam.
Eines Tages hatte einer der Söhne des Besitzers keine Lust mehr auf den wirklich lieben Hund gehabt, denn er hatte nicht mehr zur Jagd getaugt. Also hat er ein Zielschiessen auf sie veranstaltet. Sherika hatte alleine im Bereich des Brustkorbs mehr als 30 Bleikugeln im Körper. Den übrigen Körper haben wir gar nicht erst geröntgt denn wir wollten es gar nicht wissen.
Eines abends auf dem Weg in die Stadt fand unser Johnny ihn dann auf der Strasse liegend. Er schien angefahren worden zu sein. Johnny rief Sarah sofort an, damit sie ihm helfen konnte. Als sie ankam, sind sie direkt zum Tierarzt (wo Sarah damals arbeitete) gefahren, es war gegen Mitternacht. Da man nur Blut sehen konnte und nicht wusste, wo es herkam wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, um zu sehen welcher Art die Verletzungen nun waren. Als sie das Röntgenbild entwickelt hatten erschraken sie, denn man konnte überall am Körper Kugeln sehen. Man hatte wieder Zielschießen auf ihn gemacht. Der arme Hund hatte so viel Blut verloren, dass es sehr schwer war, ihn an eine Infusion zu legen, letztlich gelang es aber.
Wir haben ihn dann in der Klinik zur Beobachtung gelassen, denn jetzt konnte man nur noch abwarten und hoffen, dass er die Nacht übersteht. Am nächsten morgen waren wir sehr überrascht, dass er sogar schon wach war und nicht mehr im Koma lag. Die nächsten Tage waren etwas schwierig, da er eine Kugel im kopf hatte, die man nicht herausoperieren konnte und die ihn leider in der Koordination seiner Bewegungen stark behinderte, so dass er sich nicht normal verhielt



Nach ein paar Tagen haben wir ihn mit zur Quinta genommen und dort ging es dann immer mehr bergauf. Leider haben die Besitzer erfahren dass der Hund bei uns war. Sie kamen zu uns, aber erst einmal haben wir Ausreden erfunden und sie abgewimmelt. Leider ging dies nicht für lange. Irgendwann mussten wir dann Sherika herausgeben. Da die Besitzer nicht wussten, was ihre Söhne mit dem armen Hund gemacht hatten und sie selbst den Hund ja liebten, mussten wir Sherika zurückgeben, wozu wir auch gesetzlich verpflichtet waren. Allerdings haben wir noch so lange gewartet, bis der liebe Hund gesund war. Wir handelten aus, dass wir uns weiterhin um ihn kümmern würden, um für seine Gesundheit zu sorgen, mehr war nicht möglich. Leider hat unsere Hilfe ihm nicht viel helfen können, da er nach ein paar Monaten an einer Bleivergiftung gestorben ist, hervorgerufen durch die vielen Kugeln, die er im Körper hatte.


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