Wenn SIE nun dem tapferen Sir William helfen möchten und ein liebevolles Zuhause schenken können, dann melden Sie sich doch bitte bei uns am besten per Mail. Alles zum Thema Vermittlung erfahren Sie -> HIER . und wenn Sie mehr über Katzenaids wissen möchten dann melden Sie sich einfach. Wir freuen uns auf einen Kontakt und beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um die Katze.




Seit Freitag befindet sich Sir William nun bei uns, weil wir noch niemanden ausfindig machen konnten, der sich um ihn kümmert. Sir William, bezog ein abseits gelegenes Bad, welches wir ihm herrichteten und lässt gerne mit sich schmusen. Er muss leider isoliert gehalten werden, da die Gefahr zu groß ist, dass er andere Katzen ansteckt. Das AIDS ist bei ihm zwar nicht ausgebrochen, dennoch kann er andere Katzen damit infizieren, wenn Blut zu Blut oder Speichel zu Speichel kommt. Das wollen wir nicht riskieren.
Er bekommt zurzeit noch Antibiotika, welches er mit Nassfutter auch frisst und freut sich auf regelmäßigen Besuch von Janina, Maren oder Karin. Er hat ja, bis er gefunden wurde, auf der Strasse gelebt und ist noch etwas scheu. Mit viel Liebe und Aufmerksamkeit versuchen wir hier alle nun seinen verspannten Gesichtsausdruck, den ein richtiger Sir eben aufsetzt auf Dauer zu lockern.
11.08.08 Hier stellen wir unseren Notfall Sir William vor…..
Ein ca. drei Jahre alter, großer, grauer und wunderschöner Kater wurde am Mittwoch, den 06.08.08 in der Tierklinik von unserer Ärztin Heike Rauterberg mit verletztem Vorderbein, welches schon halb abgefault war und in dem sich die Maden schon tummelten, abgegeben. Wir sollten uns innerhalb von drei Minuten telefonisch über Leben oder Tod des Kater’s entscheiden, denn er sollte eingeschläfert werden. Wir entschieden uns, dass er auf jeden Fall operiert werden sollte, um am Leben zu bleiben, denn auch mit drei Beinen kommen Katzen, wie auch Hunde sehr gut zurecht.
Ihm wurde vorne rechts das Beinchen amputiert und nun sucht er dringend, entweder eine Pflegestelle oder ein Zuhause in einem Katzenlosen Haushalt, weil er auch noch Katzenaids hat. Der arme Kerl musste nach der OP noch ein paar Tage in der Klinik bleiben und kam dann zu uns.
Da wir ihn somit nicht für immer hier halten können, und er auch nicht sein restliches Leben in Isolation verbringen soll, suchen wir dringend für ihn ein neues Zuhause, wo er viel Liebe bekommt, aber eben keine andere Katze wohnt. Als Wohnungskatze wird er sicherlich viel Freude haben und Zuwendung ist das, was er am meisten braucht, das spürten wir sofort schon in den ersten Tagen.
18.08.08
Nun, meine Sehr geehrten Damen und Herren, möchte ich auch einmal persönlich von meinem Werdegang berichten. Ich, Sir William, (die Portugiesen hatten mir diesen schrecklichen und unadeligen Namen “Tigrao” gegeben) habe mich inzwischen sehr gut eingelebt im 5. Badezimmer der Quinta Eanna. Zu diesen Tagen ist es besonders aufregend, da ich nun endlich ohne Halskrause durch mein Badezimmerreich stolzieren kann. Mein Personal kommt regelmäßig herein, um mit mir zu kuscheln und mich zu verwöhnen. Heute wurde ich nun endlich von diesen auffällig pieksigen Fäden am fehlenden Bein befreit und alswohl von diesem Trichter, der meinem peniblen Reinlichkeitsbedürfnis im Wege stand. Ich muss Ihnen gestehen: ich fühle mich fast wie neu geboren! Endlich kann ich einer ausgiebigen Adelskatzenwäsche nachgehen.



Den Umständen entsprechend, habe ich mich bereits mit der Situation als eleganter Dreibeiner sehr gut zurecht gefunden. Man muss nur immer Haltung bewahren! Als vornehmer Kater habe ich zum Glück auch alle meine sieben Sinne beisammen und brauche doch nicht auch noch vier Beine.
Seit meiner Operation muss ich allerdings noch auf dem Boden der Tatsachen bleiben, denn das gekonnte Springen und Klettern mit drei Beinen erfordert eine überragende Disziplin (an der es mir leider noch mangelt). Eine meiner neu entdeckten Leidenschaften, ist das Schmusen. Sobald jemand mein riesiges Reich betritt, blicke ich stolz von meinem Schlafplatz auf und begrüße die Neuankömmlinge hochachtungsvoll miauend. Wenn die Lage sicher erscheint und ich reine Luft mit Futterduft erschnuppern kann, trete ich aus meinen Schlafgemächern hervor, um die wohlverdiente Ganzkörpermassage einzufordern. Für gewöhnlich bevorzuge ich eine spezielle Kraultechnik an Kopf und Hals. Zuletzt rolle ich mich gemütlich und zufrieden auf einem Schoß zusammen und fühle mich wie ein ganz gewöhnlicher Stubentiger…
Als adliger Kater stehe ich stets zu Diensten, Sie über meine neuen Erlebnisse aus meinem Reich zu informieren. Mit blaublütigen Grüßen
Sir William.


Anm. d. Redaktion:
Janina, angehende Tierärztin aus Deutschland, kümmerte sich in der Zeit, wo sie hier ihr zweites, vierwöchiges Praktikum verbrachte von Anfang an aufopferungsvoll um Sir William und schrieb auch den Text für ihn nieder. Der sehr scheue Sir William fasste schnell Vertrauen zu Janina, die ein spezielles Händchen für insbesondere sehr scheue Katzen hat. Leider sind die vier Wochen mit Janina viel zu schnell vergangen, aber Janina hat all ihr Wissen und auch die „Gebrauchsanweisung” für Sir William an Christine , unserer neuen Praktikantin weitergegeben. Christine wird die Pflege von Sir William’s weiter übernehmen und hier an dieser Stelle von ihrem anspruchsvollen Pflegekater berichten


01.09.08
Interview mit Sir William
von Praktikantin Christine
Wie jeden Morgen besuche ich (Christine) Sir William in seinem Bad und rede schon mit ihm bevor ich die Tür öffne, damit er weiß dass ich es bin. Mit lautem Maunzen werde ich begrüßt. Es sieht aus als würde er mir auch etwas sagen wollen. Ich glaube die Zeit ist gekommen, ein Gespräch mit ihm zu führen!
Christine: Hallo William. Du bist jetzt schon seit drei Wochen auf der Quinta Eanna…
Sir William: Miau werte Christine. Ja, die Zeit vergeht wie im Fluge. Das Wetter ist angenehm, das
Futter schmeckt vorzüglich und das Personal kümmert sich reizend um mich. Wiederum
ist mein Reich viel zu klein und die warmen Sonnenstrahlen werden mir nur durch das
holde Fliegengitter gewährt.
Christine: Das ist echt traurig Sir William. Du hast was Besseres verdient. Und wie sieht es eigentlich
aus mit deinem körperlichen Wohlbefinden?
Sir William: Ich fühle mich in einer angemessenen Verfassung, bin sehr neugierig und aufgeweckt.
Ein Fortschritt ist zu verzeichnen, indem ich meine Skepsis Menschen gegenüber schnell
ablege, wenn sich diese um mich kümmern und mir wohltuend sind. Ich nahm mich
deiner auch ungestüm an, nachdem Janina die Quinta verlassen musste. Doch ich
muss zugeben, mein ernster Ausdruck mit anlegenden Ohren bleibt trotz alledem noch
bestehen, aber auch das ist auch eine Sache der Geduld.
Christine: Also wäre ein schönes Zuhause mit viel Platz mit Futterdosenöffner und gleichzeitigem
Schmuser das Beste für dich?
Sir William: Das würde mich frohlocken lassen! Ein solches wäre grandios.
Christine: Wie gern hätte ich dich noch bis zum Ende meines Aufenthaltes hier. Doch umso mehr
wünsche ich dir, dass du ganz schnell ein neues Zuhause findest, wo du ein neues
Lebensgefühl auch mit drei Beinen wahrnehmen kannst!
Sir William: Oh werte Christine, du sprichst mir aus der Seele. Auf der Welt würde ich mir nichts mehr
ersehnen. Denn ein größeres Reich entspricht schon eher meinen Ansprüchen als adliger
Kater und ich werde dem mit Würde entgegen treten und mich mit leisem, aber
manchmal auch mit lautem Schnurren erkenntlich zeigen.
Christine: Ich wünsche dir viel Glück ein neues Zuhause zu finden. Wir werden das richtige für dich
aussuchen, darauf verlasse dich. Bleib weiter so tapfer und aufgeweckt!
Du bist ein ganz toller Kater und jeder würde sich freuen, dir bei sich auf dem Schoß
Streicheleinheiten geben zu dürfen.
Sir William: Miau Christine. Ich bedanke mich achtbar für diese netten Worte!
Christine: Tschau William. Bis morgen!




Sehr geehrte Damen und Herren,
Es ist viel Zeit vergangen und nun bin ich endlich dazu gekommen Ihnen davon zu berichten, was sich so alles in meinen vier Wänden verändert hat.
Es fing alles damit an, als Elena Mitte September zu uns gestoßen ist und sie mich nun täglich in meinem Reich besucht. Sie kümmert sich rührend um mich und wir haben uns gut angefreundet. Jeden Mittag klopft sie an meine Tür und dann hören meine wachsamen Ohren ein freundliches: ”Sir William, ich bin` s!”
Sie reinigt mein Bad und hält mich auf den neusten Stand, was so alles auf Quinta passiert. Ich bekomme so wenig mit, da bin ich über alles glücklich, was ich so zu hören bekomme. Somit ist meine Bedienstete nicht nur dafür zuständig, mir jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, sondern auch meine Verbindung zum Außenleben.
Nachdem Elena alles für mich auf Vordermann gebracht hat, werde ich von ihr lieblich gekuschelt, da mein adliger Körper genau das braucht.
Zum Abschluss ihres Besuches sagt sie: “ Bis morgen, Sir William!” dann drückt sie mich noch mal und verlässt mich.
Vor ungefähr zwei Wochen erzählte sie mir, dass Karin und Johannes aus Deutschland wieder gekommen sind und viele schöne Sachen mitgebracht haben. Elena war sich selber nicht sicher, ob eventuell auch was Tolles für mich dabei gewesen sein könnte. Aber als sie gegen Nachmittag noch einmal bei mir vorbeischaute, traute ich meinen Augen nicht. Sie hielt ein großes, rotes Kissen in den Händen. Als sie mit diesem meinen neuen Schlafplatz ausrichtete, erzählte sie mir noch genauer, was sich für herrliche Dinge in dem Auto befanden, wie Leinen, Spielzeug, Leckerchen, Decken u.v.m.…
Darunter fiel auch neues Futter nur für mich, dass jetzt einen guten Platz ganz nah bei mir gefunden hat.
Nun kann ich Dank des gemütlichen Kissens endlich durchschlafen und mein zarter Gaumen genießt das herrliche Futter.
Vielen lieben Dank an die netten Menschen in Deutschland, die mir das ermöglicht haben.
Es ist für mich zwar immer wieder eine Freude, das die Menschen mir das Leben hier so angenehm wie möglich machen, aber mein großer Wunsch nach einem eigenem Sofa zum Wohlfühlen, sowie mehr Bewegungsfreiraum, das können sie mir leider hier nicht bieten, wegen der anderen Katzen, mit denen ich ja keinen Kontakt haben darf, damit ich sie nicht anstecke.
In diesem Sommer habe ich hier soviel durchlebt, dass sich mein adliger Körper nach einem tollen Zuhause sehnt, das mir mehr geben kann als nur ein Bad. Zudem braucht mein weiches Katerfell gerade im Winter einen Kamin oder einer Heizung, die mir die kalten Tage versüßen.
Trotz alledem halte ich mich hier wacker und sobald wieder etwas Neues in meinem privaten Bad geschieht, werde ich mit Freude Ihnen davon schreiben.
Viele liebe Grüße!
Ihr Sir William



powered by Spikinet Lda. 2006/2008 - Impressum - aktualisiert: 03.11.2008
