Sónia wurde von so genannten Tierschützern gefunden und zum Tierarzt gefahren, weil sie angeblich einen riesigen Tumor hätte, der sich, als man richtig nachsah, als ein riesengroßer Leistenbruch darstellte. Ebenfalls hatte sie Leishmaniose und Herzwürmer. All diese Diagnosen stellen für uns keine Probleme dar, weil Sarah als Tierarzthelferin und auch Johannes in den letzten Jahren sehr viel Erfahrungen mit diesen Erkrankungen sammeln konnten. Aus diesem Grund wurde auch Sarah am Donnerstag - wie so oft - von der Tierärztin angerufen. Niemand sonst fiel der Tierärztin ein, der Sónia noch eine Chance auf Leben geben würde und sich um solche Fälle kümmert, wie wir es eben hier tun.

Bevor Sónia eingeschläfert werden würde, entschied Sarah, dass wir die Hündin übernehmen und sie wurde am Freitag dem 28.03.08 operiert. Am Samstag danach besuchte Sarah die kleine Maus, denn sie wollte unseren Neuzugang nun auch unbedingt näher kennen lernen. Als Sarah bei der Tierärztin ankam, sagte man ihr, dass sie im sterben läge. Sarah glaubte es nicht, bis sie sie gesehen hatte. Sarah sah dann eine super arme Seele, die am Tropf lag und fürchterliche Schmerzen hatte. Sónia litt entsetzlich. Sarah saß eine Stunde neben ihr und streichelte sie. Sónia bemerkte Sarah und genoss ihre Anwesenheit, denn immer wenn Sarah die Hand wegnahm, machte Sónia sich bemerkbar. Sarah hatte unendliches Mitleid mit Ihr und alle haben wir gehofft, dass Sónia es schafft zu uns zu kommen. Leider rief die Tierärztin Sarah am Ostersonntag an, um mitzuteilen, dass Sónia gestorben sei. Sarah hat das sehr berührt, weil sie Sónia kennen gelernt hatte und ihr noch Liebe geben konnte und Würde, die andere Leute nicht mehr für Sónia übrig hatten. Die OP hat Sónia so sehr geschwächt und war einfach zuviel für ihren schwachen Körper.

Wir sind alle sehr betroffen von solchen Schicksalen, weil meistens wir es sind, wo solche - in anderen Augen „hoffnungslose Fälle” - eine Chance auf Leben bekommen, während andere Menschen sie einschläfern wollen. Welcher Mensch darf sich das Recht heraus nehmen über Leben und Tod einer Kreatur zu entscheiden??? Tierschützer sollen Tiere schützen und nicht nach irgendwelchen Kriterien auswählen, wer leben darf und wer nicht!!!

Von angeblichen Tierschützern wurde sie abgegeben, zum Tode verurteilt und nach der OP, nachdem wir sie übernommen hatten, starb sie an Herzversagen!

Sónia_01
Sónia_02

Wir denken bei solchen Anrufen nie an unseren Geldbeutel, denn dass solche Hunde ein Recht zum LEBEN haben, vertreten wir hier mit aller Macht und allen Konsequenzen und das bedeutet uns allen mehr als OP Kosten. Wenn wir solch armen Hundeseelen helfen und noch schöne Jahre bescheren können, - wie z.B. Archie und Penina, Rodolfo und Leica oder den Katzenkindern Chiclett und Zorba und noch vielen mehr,, dann sind wir bereit auch am Existenzlimit zu leben und auch noch mehr als das, was wir haben zu opfern. Wir sind dabei natürlich auch auf Spendengelder angewiesen und wer etwas zu den Operationskosten von Sónia beisteuern möchte, hilft uns dabei unseren Weg, weiter zu gehen und für solche Kreaturen zu kämpfen, die andere Menschen aufgeben!!

Sónia wurde von Johannes und mir auf dem Tierfriedhof im Tal beerdigt, da sie sonst in der Mülltonne gelandet wäre und wir ihr wenigstens eine respektvolle Beerdigung und ein würdevolles Grab schenken wollten, wo sie ihren letzten Frieden findet und ihre gequälte Seele zur Ruhe kommen kann.


Sónia

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