

Auf dieser Seite möchten wir Euch von einigen traurigen Schicksalen berichten, die zum Glück größtenteils positiv ausgegangen sind. Diese Geschichten machen deutlich, wie hier in Portugal mit den Tieren umgegangen wird und dass noch sehr viel für den Tierschutz getan werden muss. Wir geben unser Bestes, um den Tieren ein artgerechtes Leben bzw. einen würdevollen Tod in einer liebevollen Umgebung zu ermöglichen.
Es ist heute nichts mehr davon zu merken, denn er springt wie ein junges Reh. Doch zurück zu der traurigen Geschichte. Leider stellte sich nach kurzer Zeit heraus, dass er an der meist zum Tode führenden Krankheit Staupe erkrankt war. Die Tierärzte gaben ihm kaum eine Überlebenschance, aber wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und haben ihn mit viel Pflege und einem Antiserum aus Deutschland nach langer Krankheit wieder gesund gepflegt. Eine lange Zeit litt er noch an einem nervösen Augenzucken und Atemproblemen. Heute ist der ursprünglich todgeweihte Hund ein gesunder, verspielter, lustiger und lebensfroher Hund. Man darf also nie aufgeben…


Merlin
Merlin ist unser ältester Hund. Er kam im August 2004 auf ganz tragische Weise zu uns. Merlin ist schwer krebskrank, und als er gefunden wurde, hatte er bereits riesige Geschwüre und große Schmerzen. Selbst eine Operation schien fast aussichtslos zu sein. Die Tierärzte meinten, es würde sich nicht mehr lohnen, man sollte ihn doch besser einschläfern. Auch nach einer Operation hätte er nach Meinung der Tierärzte nicht mehr lange zu leben gehabt, maximal drei Monate, wurde uns gesagt. Aber wir wollten ihm einen schönen Lebensabend in einer liebevollen Umgebung bieten, also haben wir ihn dennoch operieren lassen. Selbst wenn er nach drei Monaten gestorben wäre, hätte er noch eine schöne Zeit gehabt, die er vorher in seinem Leben wahrscheinlich noch nie hatte und wäre würdevoll gestorben. Aber Merlin lebt noch heute!!! Er ist zwar sehr alt und krank, aber es geht ihm gut und er ist glücklich bei uns. Er bekommt Medikamente, u. a. auch homöopathische gegen den Krebs, die wir in Deutschland kaufen, und damit geht es ihm gut. Das beweist doch mal wieder, dass es sich immer lohnt…


Goschi
Im Februar 2003 hat Sarah für die Schule einen Bericht geschrieben über die Zustände in den hiesigen Tierheimen. Für den Bericht hat sie auch einige Fotos von den armen Hunden gemacht, die in diesem Tierheim untergebracht waren. Auf diese Weise sind wir auf einen kleinen, dünnen, fast schwarzen Hund aufmerksam geworden, der zusammengekauert auf dem kalten Betonboden ohne Überdachung traurig in der Ecke saß. Sarah erzählte, dass dieser Hund eingeschläfert werden soll, da er ein gebrochenes Bein hatte. Das konnten wir natürlich nicht zulassen, und so haben wir uns spontan dazu entschieden, ihn zu uns zu holen und ihm die medizinische Versorgung zukommen zu lassen, die er brauchte. Zu dem Zeitpunkt war er ca. sechs Monate alt. Der Tierarzt erklärte uns jedoch, dass der Bruch schon längere Zeit zurücklag, so dass eine Operation nicht mehr möglich war. Aber es ist zum Glück auch ohne Operation sehr gut verheilt.
Tamara
Tamara hatte zu der Zeit, als sie zu uns kam, keinen Besitzer. Sie wurde von einem Auto angefahren und dabei schwer verletzt. Trotz ihrer schweren Verletzungen ist sie noch ca. eine Woche auf der Straße umhergeirrt, bis sie schließlich zusammenbrach. Das war der Zeitpunkt, als wir von ihr hörten. Wir brachten sie sofort zum Tierarzt. Leider musste ihr dort ein Hinterbein amputiert werden, denn die Verletzungen waren so schwer, dass das Bein nicht mehr zu retten war. Zu allem Überfluss hat sich die Wunde auch noch ganz schlimm infiziert, so dass wir regelmäßig mit ihr zum Tierarzt mussten, um die Wunde spülen zu lassen. Wir hatten die Befürchtung, dass sie es möglicherweise nicht überleben würde. Aber die Mühe hat sich mal wieder gelohnt. Die Wunde ist nach langer, langer Zeit endlich verheilt, und nun ist sie ein zwar dreibeiniger, aber dennoch lebensfroher Hund, der sogar richtig schnell rennen kann. Leider ist auf der gleichen Seite ihr Vorderbein ebenfalls durch den Unfall verletzt worden. Die Bänder sind bei dem Aufprall gerissen. Das ist leider nicht mehr reparabel, aber es geht ihr trotzdem richtig gut. Allerdings muss sie täglich Medikamente einnehmen.




Pumuckel, Tatoo und Xsara
Eine aufmerksame, deutsche Touristin informierte uns, dass sie bei Zigeunern drei Welpen gesehen hätte, die offensichtlich sehr krank waren. Wir haben daraufhin sofort gehandelt und haben zunächst die Geschwister Pumuckel und Tatoo zu uns geholt. Ihre Schwester Xsara war an diesem Tag nicht auffindbar, aber zwei Tage später haben wir auch sie holen können. Als die drei zu uns kamen, waren sie verwahrlost, schwach und hatten eine schlimme und hochansteckende Hautkrankheit. Sie brauchten eine spezielle Behandlung und mussten regelmäßig mit einem speziellen medizinischen Badezusatz gebadet werden. Wie sich dann herausstellte, hatten sie auch noch die meist zum Tode führende schlimme Staupe. Pumuckel und Xsara haben das leider nicht überlebt und sind nach kurzer Zeit gestorben. Aber Tatoo, der von vornherein der Stärkste von den dreien war, hat es geschafft. Nach langer und liebevoller Pflege wurde er ein gesundes und munteres Kerlchen, das nun ein neues Zuhause in Deutschland gefunden hat, und zwar bei der aufmerksamen, deutschen Touristin, die auf ihn und seine Geschwister aufmerksam wurde…
Besagte Touristin, Sylvia Gerstenberg, ist mittlerweile ein sehr engagiertes Mitglied unseres Projektes geworden und hilft uns wo sie nur kann.



Die 7 Zwerge
Im Februar 2006 erfuhren wir von sieben Hundebabys, die wieder einmal in den Müll geworfen wurden. Sie waren maximal einen Tag alt, als sie zu uns kamen. Obwohl es nach den normalen anfänglichen Schwierigkeiten gut mit dem Fläschchentrinken geklappt hat, wurde zunächst eins der Babys immer schwächer. Nach wenigen Tagen ist es leider gestorben. Kurz darauf sind noch zwei weitere Babys immer schwächer geworden, und da sie Anzeichen für die Krankheit Pavovirose hatten, sind wir mit allen zum Tierarzt gefahren. Dort bestätigte sich unsere Vermutung, und der Tierarzt gab den Babys keine Überlebenschance. Es wurde uns gesagt, dass sie alle nach und nach in den folgenden Tagen sterben würden. Wie leider zu erwarten war, starben noch an demselben Tag trotz der medizinischen Behandlung die beiden schwachen Babys. Aber die verbliebenen vier sind mittlerweile drei Wochen alt und sind wider aller Erwartungen fit und wachsen und gedeihen. Wir haben ihnen die Namen Vanessa, Tobi, Robbie und Phillip gegeben. Wir sind so froh, dass sie bisher keine Anzeichen für eine Krankheit haben. Es passieren immer wieder kleine Wunder - mit einer großen Wirkung…


Unsere Hundemama Bica
Bica haben wir vor einem Supermarkt gefunden. Zu dem Zeitpunkt war sie hochschwanger. In diesem Zustand haben wir sie zu uns genommen, denn hätten wir sie unbeachtet gelassen, hätten ihre Babys kaum eine Überlebenschance gehabt, da es zu der Zeit vor allem nachts sehr kalt war. Wo hätte sie also sicher ihre Babys auf die Welt bringen können??? Kurze Zeit später hat sie bei uns ihre Babys zur Welt gebracht, das war am 27.02.06. Es waren insgesamt zwölf Babys, allerdings war der Erstgeborene leider eine Totgeburt. Ein anderes, sehr schwaches Baby, ist kurz nach der Geburt gestorben. Also hat sie nun noch 10 Babys, um die sie sich rührend kümmert. Wir hatten zunächst die Befürchtung, dass Bicas Milch nicht reichen könnte für so viele hungrige Mäulchen und wollten zufüttern, aber wie sich gezeigt hat, hat sie das alles gut im Griff. Sie sind alle fit und kräftig. Die Geburt miterleben zu können, war ein tolles und faszinierendes Ereignis, ein Wunder der Natur. Faszinierend ist auch, dass Hundemütter instinktiv wissen, was genau sie tun müssen, denn sie kommen völlig ohne fremde Hilfe zurecht.




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